"Schwebender Mönch" fasziniert Passanten in Essener City

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Was wir bereits wissen
Ein „schwebender“ Mönch samt hölzernem Krückstock sorgt für staunende Passanten in der Innenstadt von Essen. Eine neue Masche, irgendwo zwischen Straßenkunst und Bettelei. Doch was steckt hinter dem Mönch und seinem Schweben? Ein Frühaufsteher unter den Zuschauern hat es beobachtet.

Essen.. „Sind wir jetzt bei der ,Versteckten Kamera’ gelandet?“, sagt die junge Frau zu ihrem Freund. Ihr Eindruck ist nicht schlecht, aber es handelt sich schlicht um die neueste Bettelmasche in der City: Um eine Laterne vor dem Einkaufszentrum Limbecker Platz haben sich Menschentrauben gebildet, die teils kopfschüttelnd, teils lachend das Geschehen verfolgen: Ein Mann in einer braunen Kutte „schwebt“ sitzend über den Pflastersteinen.

Sein rechter Arm stützt sich scheinbar auf einen Holzstock, der am Boden mit grünen Moos bewachsen ist und senkrecht auf einem Stück Teppich steht. „Wie geht denn das?“, das wollen alle wissen. Versteckte Nylonfäden sind weder an der nahen Laterne zu entdecken, noch lehnt er an ihr.

„Nur gucken, nicht anfassen!“

Ein verkrampftes Gesicht macht der laut seinem Aufpasser „Lahti“ heißende Straßenkünstler auch nicht. Kommt man seinem Schützling zu nahe, schallt einem ein „Nur gucken, nicht anfassen!“ in gebrochenem Deutsch entgegen. Mehr beherrscht der Mann nicht, Englisch schon gar nicht. „Hungaro“ (Ungarisch) stammelt er. Auflösung also unmöglich?

„Kommen Sie um 8 Uhr, wenn die das aufbauen. Das ist eine Eisenplatte samt Stange, wo er sich einen Stuhl draus biegt, der ihn trägt“, sagt ein älterer Herr. Und: „Das ist nix Besonderes.“ In eine Schale werfen Menschen dennoch Münzen.