Schwatzfahrer in freier Wildbahn

Steele..  Im Dezember musste die Show der Schwatzfahrer im Theater Freudenhaus noch ausfallen – Gerüchten zufolge wurden die Protagonisten Sabine Bode und Jörg Degenkolb-Degerli beim Schwatzfahren erwischt. Nun ist das Duo wieder in freier Wildbahn unterwegs, um am heutigen Donnerstag die Bühne des Grend-Kulturzentrums wieder mit ihrer schrägen Mixtur aus Late-Night-Show, Stand-Up-Comedy und Poetry Slam zu beglücken (20 Uhr, Westfalenstr. 311).

Dabei begrüßen die Gastgeber den Komödianten Maxi Gsettenbauer: Der in Köln lebende Niederbayer bringt schräge Schnipsel aus seinem Programm „Maxipedia” mit, in dem er sich so seine Gedanken über die Gesellschaft 2.0 macht. Darf man auf Facebook Freundschaftsanfragen von seiner Mutter annehmen? Was ist ein Hipster? Wie ignoriert man ihn? Karten: 13 Euro an der Abendkasse.

Doch wer den Daumen nicht heben mag für Frau Bo-De und Herrn Doppel-D, der möchte vielleicht der Fanpage von Herrn Meier beitreten: Dieser rockt und bluest unter dem offiziellen Siegel „RuhrRockGypsyPop“. Immer ist er auf der Suche nach dem besonderen Kick: Experimente mit Polka, Tango und Balkansounds sind unüberhörbar; Akkordeon, Saxophon und Fagott ergänzen die Standardbesetzung. Zuhören kann man heute ab 20 Uhr in der Grend-Kneipe – gratis.

Kommen wir nun zu etwas völlig anderen alten Schweden. Aus solchen setzt sich die Band „Easy October” zusammen, wenngleich sie mit „Things We Said Yesterday“ erst im vergangenen Oktober – passend zum Bandnamen – ihr Debütalbum vorlegte. Neben Frontmann Kirstoffer Hedberg sind nur erfahrene Kräfte dabei, darunter Nikke Ström, der schon bei Åström den Bass zupfte. Easy October spielen wunderschöne Indie-Pop-Songs, catchy und mit viel Tiefe. Zu hören im Grend am Samstag ab 20 Uhr (Karten: 12 Euro, Abendkasse).

Pop ist zu poppig? Lieber rockig? Dann am morgigen Freitag die Freak Show ansteuern, wo ab 20 Uhr The Colts auf der Bühne stehen. Hard Rock, Blues Rock und Kickass Rock’n’Roll. Yeah! Und das für 6 Euro (Grendplatz 2a). Noch mehr Rock’n’Roll gibt es tags darauf an selber Stelle, diesmal aus der Konserve, aufgelegt von DJ Rockin Ace (ab 22 Uhr, Eintritt frei).

Wem Rock zu viel Theater ist, der kann ja stattdessen ins Theater gehen, etwa ins Theater Freudenhaus im Grend. Dort läuft Freitag und Samstag Sigi Domkes Urlaubskomödie „Ich bin nicht in Italien!” Längst ein echter Klassiker.

Karten (15 €): 0201-85 132 30

Die Studio-Bühne (Korumhöhe 11) zeigt derweil am Freitag und Samstag um 20 Uhr und am Sonntag (18 Uhr) mit Gogols „Der Revisor” letztmalig die Ergebnisse ihrer hauseigenen Theaterwerkstatt. Karten (10/8 Euro) unter 0201 55 46 01