Schützende Hand über den Grünflächen
27.01.2008 | 19:53 Uhr 2008-01-27T19:53:42+0100UMWELT. Runder Umwelt Tisch fordert Entwicklungen im Bestand zu regeln und Freiflächen zu schonen.
Muss für jede Entwicklung in der Stadt gleich eine Freifläche dran glauben? Der Runde Umwelt Tisch (Rute) appelliert an die Beteiligten, wenigstens den Versuch zu unternehmen, neue Projekte im Bestand zu lösen. "Sanierung oder Abriss und Neubau", das könnte etwa die Lösung bei der Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbeflächen sein, die man beim Rute aufgrund von rund 20 000 leer stehenden Wohnungen und einer schrumpfenden Einwohnerzahl kritisch sieht.
Rute-Sprecher Dieter Küpper bemängelte gestern beim Neujahrsempfang das "ruhrgebietstypische Kirchturmdenken" aller am Regionalen Flächennutzungsplan beteiligten Städte. Die Debatte zur Messe-Erweiterung dagegen sieht Küpper positiv: "Wir haben dazu beigetragen, dass die Entscheidung öffentlich diskutiert wird. Es könnte in Kürze zu einem Kompromiss kommen."
In punkto Verkehr blickt Küpper fragend nach Düsseldorf: "Wo bleibt der Ruhr-Express, den uns damals Ministerpräsident Steinbrück versprochen hat?" Mit dem bald startenden Hauptbahnhof-Umbau ist man zufrieden, zumal die Radstation erhalten bleiben soll. In diesem Jahr möchte sich der Runde Umwelt Tisch weiter für eine flächendeckende Lösung der Umweltzone Ruhrgebiet einsetzen. Ein möglicher Ausbau der A52 würde jedoch, so Küpper, den Kerngedanken zunichte machen. (Hes)
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