Schülerin verunglückt – Eltern prangern unsicheren Schulweg seit Jahren an
22.05.2012 | 19:19 Uhr 2012-05-22T19:19:00+0200
Essen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle ist am Dienstag eine Elfjährige beim Überqueren der Langenberger Straße von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Anwohner fordern seit Jahren eine Überquerung für die Straße.
Bereits vor Jahren haben Anwohner der Langenberger Straße Unterschriften gesammelt, um den Schulweg ihrer Kinder sicherer zu machen. Eine Ampel, die den Verkehr regeln sollte, erschien den Bezirksvertetern aber zu teuer, eine Verkehrsinsel als Zwischenlösung ist bis heute Fehlanzeige.
Am Dienstag hat die Diskussion um mehr Sicherheit für Schüler eine neue und traurige Aktualität bekommen: Auf dem Weg zur Bushaltestelle ist am Morgen eine Elfjährige beim Überqueren der Straße in Höhe der Einmündung Deipenbecktal von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Nach Darstellung der Polizei ist das Mädchen nach Aussagen mehrer Zeugen unvermittelt auf die Fahrbahn gelaufen. Ein 21 Jahre alter Opelfahrer habe den Zusammenprall nicht verhindern können.
Der Vater ist besonders verärgert
Der Vater der Schülerin, Kai von Dewitz, ist nun „sehr verärgert über die Tatsache, dass wir bereits Anfang 2009 vielfach auf die unerträgliche Gefahrenquelle aufmerksam gemacht haben“, seitdem aber nichts passiert sei, um den Schulweg sicherer und auch Senioren die Überquerung der Langenberger Straße möglich zu machen.
Womöglich, so die Hoffnung der Anwohner, überdenkt die Stadtverwaltung unabhängig von der Schuldfrage nach dem gestrigen Unfall nun ihre Haltung, die sie zuletzt vor etwa zwei Jahren sinngemäß noch so formuliert hatte: Die Langenberger Straße werde einfach von zu wenigen Menschen gequert, als dass die zwei von der Bezirksvertretung gewünschten Mittelinseln notwendig seien.

16:10
weil der Terrorismus so viele Opfer und Kosten macht? Oder will man dem Autoverkehr nicht im Wege sein? Entscheidend sind halt immer die Prioritäten, Menschenleben gegen Geld.
15:09
"So lange man nicht die Ampeln und Zebrastreifen nutzt, sondern sonst wo die Straße überquert, werden auch Kinder es den Erwachsen gleich tun."
Das geht ziemlich am Thema vorbei, denn an der Unfallstelle gibt es weit und breit weder Ampel noch Zebrastreifen.
Stattdessen gibt es da eine Bushaltestelle, die genau an einer Einmündung leigt. D.h. dass dort aus 3 Richtungen Fahrzeuge kommen.
Und alle Anwohner, die diese Bushaltestelle nutzen, müssen die Langenberger Straße überqueren. Und das ohne jedwede Hilfe wie Fußgängerüberweg, Ampel oder Verkehrsinsel.
Da ist es eigentlich nur ein Wunder, dass nicht schon viel mehr passiert ist.
14:41
Nochmal zum Thema "2 Wochen lang üben": Da kannste mit den Kindern jahrelang mitlaufen und üben, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert ist die ganze Übung für die Katz. Ich kenne Eltern, die mit ihren Kindern von kleinauf geübt (und nicht nur 2 Wochen lang den Schulweg - und dieses selbstverständlich auch noch) haben und dennoch ist das eine oder andere Kind schon mal in Gefahr gekommen, weil plötzlich alle Übung weggefegt wurde. Spontanität und Neugier sind eben sehr stark ausgeprägt bei Kindern, Bewusstsein für Gefahr weniger.
Zebrastreifen... ist nur eine lächerliche Bodenbemalung könnte man meinen, wenn man das Verhalten so mancher (und nicht nur einiger weniger) Autofahrer sieht. Eine Fußgänger-Ampel ist m.M. nach sinnvoller. Spart auch Schilder und Hinweistafeln, von denen wir eh genug haben.
14:05
Das ist wie so oft in diesem unserem Land,erst muss etwas passieren,dann wird man wach.
von derSchatten | #1
Manchmal sollte man einfach mal die Klappe halten,oder waren Ihre Eltern sekündlich bei Ihnen. Man oh Man
13:55
Einzig richtige Lösung: Autofahrer fahren einfach sobald sich Kinder auf der Straße (also auch auf dem Fußweg) befinden, so langsam, dass nichts passieren kann.
Aber das geht ja gar nicht. Lieber Tote als mal später wo ankommen.
13:19
..nicht Enkelin - Nichte sollte es heissen
13:18
@10
Ich habe zwei Kinder in diesem Alter, eine Enkelin ist bei einem Unfall zu Tode gekommen..... TROTZDEM
Es gibt keine Sicherheit für Alles und man kann nicht für jede Situation Vorkehrungen schaffen. Und wenn ein Kind "unvermittel" auf die Straße läuft hätte auch ein Zebrastreifen, Ampel oder Mittelinsel wenig gebracht. Klar, jeder Verkehrsteilnehmer muss gerade für Kinder mitdenken, aber es gibt immer wieder Situationen, "die einfach passieren".
Generell sollte die Verwaltung aber überdenken, diesen Bereich umzuplanen, dass für diese eigentlich innerstädtische Straße nicht der Eindruck einer Landstraße entsteht.
Dieser Autofahrer ist wahrscheinlich langsam gefahren, oft wird dort, auch von mir, deutlich schneller als 55 gefahren.
12:16
Gute Besserung der Schülerin!
Und einigen anderen Schreibern hier rate ich, einfach noch die Klappe zu halten. Erst einmal selbst Mutter oder Vater werden und wenn dieses Kind dann 15 Jahre alt ist.... noch einmal hier posten.
Ich verwette mein Leben darauf, dass die Antworten dann anders lauten werden!
12:03
Ob man hätte den Unfall verhindern können?
Diese Frage lässt sich hier durch den Artikel nicht Beantworten.
Einen Überweg zu sichern, ist oft nicht das Problem.
Verkehrsinseln, Ampelanlagen und vieles mehr kann man machen.
Wo bei aber immer noch, eine gute Verkehrserziehung, der beste Garant für ein Unfallfreies Leben bietet. So lange man nicht die Ampeln und Zebrastreifen nutzt, sondern sonst wo die Straße überquert, werden auch Kinder es den Erwachsen gleich tun. Kein Meter mehr als nötig!
10:17
"Aus Erfahrung weiss ich, dass Kinder lieber auf größere Lücken waren, weil sie Abstände noch schlechter einschätzen können."
Das ist nicht die Norm. Nicht umsonst steht in den Fahrschulefragebogen bei einer Antwort: "...,weil Kinder Geschwindigkeiten und Entfernungen oft falsch einschätzen." - Kinder machen bei sowas gerne Mal Fehler - deshalb ist man ja auch erst ab 18 Volljährig.
"Wenn ein Kind unvermittelt über die Straße läuft hilft eine Verkehrsinsel relativ wenig."
Falsch. Eine Verkehrsinsel trennt die einzelnen Fahrseiten. Das macht es u.a. für Kinder einfacher auf den Verkehr zu achten, da man sich immer nur eine Fahrtrichtung zugleich konzentrieren muss. Zudem haben diese Inseln immer einen gewissen Charme eines kleinen Fußgängerüberwegs. Man rechnet automatisch damit, dass dort vermehrt Fußgänger die Straße überqueren. Gleiches gilt für einen richtigen Fußgängerüberweg.