Schüler nehmen sich mit Film auf die Schippe

Sie ziehen in diesen Tagen viele Blicke auf sich: Ein junges Filmteam ist seit Mitte Januar an markanten Orten in der Stadt unterwegs – etwa im Grugapark und demnächst auch am Baldeneysee und auf Zollverein. Dahinter steckt der Literaturkurs der Jahrgangsstufe elf des Maria-Wächtler-Gymnasiums. Mit dem Film „Messing Up“ haben sie sich zum Ziel gesetzt, einen professionellen Kinofilm komplett selbst zu drehen.

Die Komödie erzählt humorvoll die Geschichte zweier bester Freunde, die nach dem Abitur unfreiwillig zwischen die Fronten eines Konflikts zwischen zwei Drogenkartellen geraten. „Jugendklischees werden am laufenden Band persifliert, und obwohl Charaktere und Szenarien oft überzeichnet werden, bleibt die eigentliche Botschaft realistisch“, erzählt Regisseur Marvin Droste, der bei der Realisierung des 60-seitigen, von der Gruppe komplett selbst geschriebenen Drehbuchs besonderen Wert auf die Charaktere und deren Entwicklung legen will. Daneben ist auch die Entstehung des Films selbst ein spannendes Kapitel. In einem parallel gedrehten Making-Of zeigt das Team, wie es Schülern gelingt, eine Filmproduktion ohne weitreichende finanzielle Mittel, aber mit großem Engagement zu stemmen. „Das geht natürlich nur mit Hilfe vieler Privatleute und Institutionen wie dem Jugendmedienzentrum an der Frankenstraße, das uns mit technischem Equipment unterstützt“, so Droste weiter. Nicht zuletzt setzen sich aber auch die zehn Jugendlichen intensiv ein, drehen oft auch an den Wochenenden. Die Premiere ist für Mai geplant. Dann dürfte die Note, die es für das Projekt natürlich auch gibt – nur noch eine Nebenrolle spielen.