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Schöner neuer Uhlenkrug

18.11.2008 | 19:40 Uhr

SPORTSTÄTTEN. Tribüne und Spielfelder sollen sechs Millionen Euro kosten. Pläne für Ausbau der Schillerwiese sind vom Tisch.

Das Stadion am Uhlenkrug soll modernisiert und erweitert werden. Die Kosten werden auf sechs Millionen Euro geschätzt. Wer's bezahlt, steht in den Sternen. (NRZ-Foto: Archiv)

Vorweihnachtliche Bescherung für den ETB Schwarz-Weiß Essen: Rechtzeitig vor der Jahreshauptversammlung am kommenden Montag hat der Sport- und Bäderausschuss mit den Stimmen von CDU und Grünen beschlossen, die Planungen für den Umbau des Uhlenkrugstadions anzugehen; das Architekturbüro Dalhaus & Engelmayer soll nun ermitteln, wie teuer der Umbau denn wird. In Rede stehen sechs Millionen Euro.

Die in die Jahre gekommene Sportanlage des Traditionsvereins soll dafür nicht nur eine neue Tribüne und einen neuen Rasenplatz erhalten, geplant sind außerdem ein 40 mal 70 Meter großes Spielfeld für Jugendmannschaften sowie ein Kunstrasenfeld als Ersatz für den zu kleinen Nebenplatz.

Die umstrittenen Pläne für den Ausbau der Breitensportanlage an der Schillerwiese sind damit vom Tisch. Die Sport- und Bäderbetriebe hatten diese auch für den ETB öffnen wollen. Freizeitsportler fürchteten, sie könnten vom Vereinsport verdrängt werden. Letztlich scheiterte das Projekt auch an den Kosten, kalkuliert wurde mit 1,6 Millionen Euro.

Wie die Stadt die sechs Millionen Euro für den Umbau des Uhlenkrugs aufbringen wird, steht in den Sternen. Der Antrag der FDP, das Budget der Sport- und Bäderbetriebe um eben diese Summe aus dem städtischen Haushalt aufzustocken, wurde gestern einstimmig abgelehnt. So leicht wollten es sich CDU, Grüne und SPD nicht machen angesichts eines Sportetats für 2009, der auf dem Papier nur durch Grundstücksverkäufe in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro ausgeglichen ist. Das funktioniert laut Verwaltung allenfalls noch bis 2010.

Am Uhlenkrug setzt die Politik auf "Freunde und Förderer", so Ratsherr Mehrdad Mostofizadeh (Grüne). Die sollen wissen, woran sie sind. Die Sozialdemokraten mochten da nicht mitspielen. Die Stadt solle erst "ein vernünftiges Stadion an der Hafenstraße bauen", bevor sie das nächste Stadionprojekt angeht, mahnte SPD-Sprecher Rudi Jelinek. Stadtdirektor Christian Hülsmann nahm die Ball auf: Es gehe nicht um "entweder oder, sondern um sowohl als auch". Hülsmann ließ durchblicken, dass es an der Hafenstraße auf einen Neubau in mehreren Schritten hinauslaufen dürfte. Schließlich sei Rot-Weiss Essen Viertligist. Der ETB spielt eine Liga tiefer.

MARCUS SCHYMICZEK

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Kommentare
19.11.2008
20:32
Schöner neuer Uhlenkrug
von top | #17

Es gibt noch Hoffnung! Gerade eben gelesen: http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/fussball/2008/11/19/news-92189212/detail.html

19.11.2008
19:56
Schöner neuer Uhlenkrug
von top | #16

@Erforderlich,
na das ist ja mal `ne ganz neue Variante. Nicht die Fans und die Hauptverantworlichen des Vereins liegen der Politik seit Jahren in den Ohren und jammern herum, nein die Politik selbst will das. Wow, das muß man euch lassen, in Selbstbetrug seit ihr auch noch spitze. Irgendwie habe ich dann die ganzen Artikel und Leserbriefe in der WAZ nicht richtig gelesen. Und die ganzen Initiativen, die RWE in den letzten Jahren unternommen hat auch völlig mißverstanden.
Die Wirklichkeit ist also die, daß ihr das neue Stadion gar nicht wollt!!! MAN DRÄNGT ES EUCH AUF!!!!!
Nee, da bleibt mir jetzt echt die Spucke weg. Das ist ja schon die dreisteste Begründung die ich bisher gehört habe.

Zum Thema: Bekanntheitsgrad! Also vor ein paar Jahren kannte keiner Hoffenheim. Heute weiß kaum noch jemand, wer mal Waldhof Mannheim war. Vergiß die Tradition. Wenn ein Verein langfristig erfolglos bleibt, dann versinkt er irgendwann im Nirvana.Laß den ETB mal aufsteigen (letzte Saison war das sehr, sehr knapp) und wir spielen mit euch in der selben Liga. Mit dem Erfolg kommen die Zuschauer. Bei Mißerfolg bleiben sie aus.

Zur Zuschauerstatistik des RWE:
In der Abstiegssaison 2.BL (2006/2007) kamen 13.620 Fans pro Spiel. In der Saison davor 2005/2006 (RL Nord) im Schnitt 12.287 Zuschauer. Der Zuschauerschnitt im Jahr 2004/2005, als der RWE bereits in der 2. Bundesliga spielte, lag bei gut 14.000 Zuschauern.

In der RL Saison 2007/2008 kamen immerhin gut 10.000 Zuschauer im Schnitt ins Stadion.

In der neuen Regionalliga West kamen bisher 8.200 Zuschauer im Schnitt zu den Heimspielen an der Hafenstr.

Also je weiter unten ihr spielt umso schlechter wird`s mit dem Zuschauerschnitt. Je länger ihr da unten bleibt, auch. Wenn ihr in dieser Saison nicht aufsteigt, dann werdet ihr nächste Saison froh sein, wenn ganze 6.000 Fans zu euch kommen usw.

19.11.2008
19:22
Schöner neuer Uhlenkrug
von Erforderlich | #15

Ich verstehe das Problem nicht. Der ETB bekommt jetzt seine Tribüne und die Spielfelder, was ich auch in Ordnung finde, wenn es denn nötig ist.

Was den RWE angeht, waren es doch nicht die Fans, die mit dem Stadionbau angefangen haben, das wurde doch von anderer Stelle groß angekündigt und einer hat seinen Werdegang sogar daran geknüpft.
Viele der Fans sind mit dem Georg-Melches-Stadion absolut zufrieden und würden sich über eine neue Westkurve freuen.
Die Stadt Essen heult doch herum, die Instandhaltungskosten sind einfach zu teuer und es müsse etwas an dem maroden Stadion getan werden. Es ist nun einmal Fakt, daß die Haupttribüne einfach nur baufällig ist.

Also ist doch eher die Frage, welches Stadion stellt einen höheren Kostenberg dar?
So wie es von Seiten der Stadt dargestellt wird, ist das GMS wohl die teurere Ruine und da wäre auf langer Sicht ein Neubau die sinnvollste Lösung. Ob die Variante nun ein kompletter Neubau ist oder eine stückweise Erneuerung, das spielt doch wirklich keine Rolle.

Als nächstes muß man natürlich auch das Fanaufkommen mit einbeziehen. Sollte man in einen Verein investieren, der wie der ETB im Durchschnitt knapp 410 Zuschauer hat oder lieber in den RWE mit 8100 Zuschauern im Durchschnitt?

Es ist nun einmal so, daß der RWE eine viel größe Fangemeinde hat und bei weitem bekannter ist als der ETB und dabei spielt die derzeitige Liga keine Rolle. RWE ist und bleibt (oder wird) das Zugpferd der Stadt Essen. Sollte der 5 Jahresplan von Strunz wirklich in die Tat umgesetzt werden können, dann würde die ganze Sache schon eindeutiger Aussehen.

Ich für meinen Teil bin mit dem GMS sehr zufrieden, mir fehlt nur die Westkurve.
Was mich allerdings sehr traurig stimmt, ist das Verhalten der Stadt Essen im Bezug auf den Essener Sport. Egal welcher Sport es ist, er wird mit Händen und Füßen getreten, bloß keinen Pfennig für den Sport ausgeben. Wenn ich sehe was mit RWE und Tusem passiert, kann ich nur den Kopf schütteln. Wir haben 2 Vereine in Essen, die schon Deutscher Meister waren und was passiert damit, sie gehen vor die Hunde. Es muß langsam etwas für den Sport getan werden und nicht nur für die Besucherstätten der oberen Schicht.

19.11.2008
19:01
Schöner neuer Uhlenkrug
von top | #14

1. Du weißt sehr wohl, daß es nur die großen Sponsoren sind, die einen Verein wirklich nach oben bringen. Insofern gebe ich Dir recht, die Kleinen halten eigentlich nur den Geschäftsbetrieb aufrecht. Aber schau Dir mal den Etat von RWE an und den vom ETB - und der ETB ist nur eine Liga unter euch. Man könnte also mal beu euch die Rechnung aufmachen, wieviel Mio € geteilt durch Erfolg. Da kommt mir doch der Vergleich vom bodenlosen Faß ins Gedächtnis.

2. Ja, das ist richtig. Aber ihr seit nun wirklich die Letzten, die hier ein Gejammere anstimmen sollten. Denn ihr holt aus einem maroden System das letzte raus, nur zu eurem Vorteil und beklagt den Minianspruch der anderen.

3. Hempelmann und die anderen Politfuzis die sich so gerne mit euch schmücken, haben für diesen Stadionneubau ihre Kontakte genutzt. Oder woher kommt der Zuschuß von Stadt und Land? Aus der Wirtschaft???? - Gröhl und laut lach! Also für dumm verkaufen solltest Du die anderen Essener nun wirklich nicht.

4. Großkotzig seit ihr, man braucht sich nur die Kommentare von euch in den WAZ-Artikeln der 1. BL ansehen. Ihr werdet ja mittlerweile von allen nicht mehr ernst genommen. Nur provozieren und beleidigen, sonst könnt ihr dort nichts. Außerdem ein Protzbau an Stadion für einen Verein in der 4. Liga, wo in Deutschland gibt es denn so was, also wenn das nicht großkotzig ist, was dann?
Verlogen seit ihr, weil ihr Krokodilstränen weint über die schlechte Sportförderung in Essen, aber im gleichen Atemzug euch genau dort schamlos bedient.
Und ob der ETB der ewig Zweite bleibt, wird abzuwarten sein - die Saison ist noch lange.

19.11.2008
18:37
Schöner neuer Uhlenkrug
von Kohle482 | #13

Mit denen von mir angesprochenen Freunden und Förderern waren die kleinen und mittleren Unternehmen gemeint, die sehr wohl noch dafür sorgen, dass der Verein am leben bleibt. Dass sich RWE, Evonik etc. nicht in den Vordergrund drängen ist aufgrund der jüngeren Vereinsgeschichte verständlich.

2. Wenn in aktuellen Berichten von einer möglichen Haushaltssperre die Rede ist, werden von eh alle leer ausgehen, insofern ist es müßig noch weiter darüber zu diskutieren.

3. Hätte Herr Hempelmann diese Kontakte nutzen können (übrigens geht es hier um hervorragende Kontakte zur Energiewirtschaft weniger um die zu SPD-Kollegen) stünde das Stadion schon längst oder wäre im Bau. Wie aber schon gesagt verhindern die bekannten Gründe aus der jüngeren Vereinsgeschichte von Rot-Weiss Essen ein fortkommen.

4. Zu guter letzt noch eines: Wer Vokabeln wie Großkotzigkeit und Verlogenheit als pauschale Beschreibungsmerkmale für den Verein RWE oder/und seine Fans benutzt, dem kann ich nur gute Besserung wünschen. Da spricht doch der pure Neid des ewig zweiten.

19.11.2008
18:16
Schöner neuer Uhlenkrug
von top | #12

@Kohle842,
1. nur diese Freunde und Förderer wollen wohl nicht so richtig in die Schatulle greifen.

2. richtig, umso unverständlicher, daß für euch der größte Batzen (angedacht sind ja fast 40 Mio €) logeschlagen wird und dafür muß die Stadt Essen sogar das Tafelsilber verkaufen.

3. euer Ex-Präsi-Hempelmann war MDB und hat hervorragende Connection in die SPD-Politik. Jetzt erzähl mir bloß noch, daß euer Stadionneubau ohne massiven politischen Druck durchgesetzt wird. Das nenne ich wirlich ein klassisches Eigentor. Wenn hier einer alle Register der Lobbyarbeit zieht, dann seit ihr das. Auf Kosten aller anderen Vereine in Essen.

4. warte mal ab, die Saison geht noch lang. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, Großkotzigkeit gehört bei euch ja dazu.

19.11.2008
18:02
Schöner neuer Uhlenkrug
von Kohle842 | #11

1. Freunde und Förderer hat RWE viele. Man sehe sich nur die Mitglieder des Sponsor-Rings beispielsweise in der kurzen fuffzehn an.
2. Die selbsternannte Sportstadt Essen macht sich mit dieser Entscheidung nicht viele Freunde. Nicht nur die Rot-Weißen hätten Unterstützung nötig. Was ist mit Tusem, den Schwimmern, Tennis, Eishockey?! Alle könnten gut Unterstützung gebrauchen. (...Hauptbad, Eissporthalle...)
3. Was den Uhlenkrug-Umbau angeht: Dass der erste Vorsitzende des ETB sich im Sport- und Bäderausschuss der Stadt herumtreibt - auch oder vielleicht gerade weil es nur ehrenamtlich ist hat vorsichtig ausgedrückt ein Geschmäckle und ich bin mir sicher, dass er an dieser Entscheidung kräftig mitgewirkt hat.
4. Davon auszugehen, dass ETB und RWE in der kommenden Saison in einer Liga spielen werden ist doch sehr weit hergeholt. Selbst wenn Rot-WEiss nicht aufsteigen sollte, was nicht unwahrscheinlich ist, so glaube ich doch, dass eher Herne-Ost Deutscher Meister wird, als dass der ETB in die Regionalliga aufsteigt. ;-)

In diesem Sinne, Gruß an alle RWE-Fans.

19.11.2008
17:35
Schöner neuer Uhlenkrug
von top | #10

@Jokel,
danke für die rhetorische Bewertung. Ein jeder liebt die Oberlehrer. Ich habe auf die Schreiberlinge auf dieser Seite reagiert und nicht auf die angeblich schweigende Mehrheit. Ihrer Korrektur entging dabei sicherlich schon der erste Beitrag von Rike57 - sehr stilvoll!

Aber wenn man halt die rotweiße Brille aufhat, dann sieht man das eben nicht.

Achja, die Kirche im Dorf! Der ETB will für den Umbau noch nicht mal 1/5 der Kosten, den RWE für sich veranschlagt. Aber schon wird aus der Hafenstr. laut herausgegrölt.

Vielleicht sollten Sie sich den folgenden Satz des obigen Artikels mal auf der Zunge zergehen lassen. Zitat: Am Uhlenkrug setzt die Politik auf Freunde und Förderer. Wißt Ihr eigentlich noch was das ist - Freunde und Förderer? - Da schwingt doch nur die nackte Angst mit, der ETB könnte aufsteigen und RWE nicht.

Nur zur Erinnerung. Ihr wart vor 55 Jahren Pokalsieger und vor 53 Jahren Deutscher Meister. Der ETB war vor 49 Jahren selbst Pokalsieger. Also warum glaubt ihr eigentlich ständig, ihr wärt was besseres?

19.11.2008
17:24
Schöner neuer Uhlenkrug
von Gerdphantom | #9

Natürlich...man redet darüber das man mit dem geld fürs RWE Stadoin was anderes hääte machen können oder macht.
Und jetzt kriegt ein Verein mit überhaupt keinen Fans bzw keiner Fankultur eine neue Tribüne?
WARUM???

Das stadion ist alt aber passt genau für deren 300 Fans.

Lächerlich was die in der politik machen.

19.11.2008
17:18
Schöner neuer Uhlenkrug
von Leibniz | #8

Selbst wenn der ETB nächste Saisonb zw. in 2 Jahren Regio oder dritte Liga spielen sollte, kommen da keine 9.000 Leute hin. Das ist Fakt, der ETB war, ist und bleibt ein elitärer Verein, die wollen gar nicht das Publikum aus dem Norden. Haben halt ne andere Zielgruppe.
Die Sauerei ist nur die, dass der ETB locker woanders als am Uhlenkrug spielen könnte und außerdem der hier genannte Betrag total unverhältnismäßig zum zahlenmäßigen Umfang der Zielgruppe ist. Teil mal 7Mio durch 200 Zuschauer und mach das gleiche für RWE: Da wäre selbst bei nem Stadion für 45 Mio nen Faktor von 7 dazwischen!

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