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Schock in Borbeck - Turnhalle wird geschlossen

22.01.2015 | 19:33 Uhr
Schock in Borbeck - Turnhalle wird geschlossen
Hausmeister Günter Voss führt durch die Sporthalle im Gymnasium Borbeck, die wegen fehlender Heizung und Lüftung nicht mehr genutzt werden kann. Das Essener Immobilienmanagment prüft zur Zeit, ob eine Sanierung der 1905 gebauten Halle in Frage kommt.Foto: Knut Vahlensieck/ FUNKE Foto Services

Essen-Borbeck.  Ende Januar wird die Turnhalle des Gymnasiums an der Prinzenstraße in Essen-Borbeck geschlossen. Warum nicht jeder die Gründe dafür akzeptiert.

Schlechte Nachrichten aus Essen-Borbeck: Die Turnhalle im Gymnasium an der Prinzenstraße wird Ende nächster Woche geschlossen. Defekte Heizung, Lüftung und Duschen seien die Ursache, teilte die Immobilienwirtschaft bereits vor Weihnachten mit. Die Schule selbst ist davon nur indirekt betroffen, weil hier keine Schüler mehr Sport treiben. Doch die Tischtennissportler der DJK Eintracht sowie die Herzsportgruppe des Philippusstifts müssen sich nun eine neue Bleibe suchen. Schuldirektorin Heike Walbrodt-Derichs sorgt sich hingegen um das Ansehen ihres Gymnasiums: „Das ist nicht förderlich für die Werterhaltung des Gebäudes und gefährdet auch unsere Darstellung nach außen.“

Für Wolfgang Rohrberg, Geschäftsführer des Essener Sportbundes (Espo) , ist die Schließung der Borbecker Turnhalle nicht nachvollziehbar: „Wir haben die Welt nicht mehr verstanden. Und die Schulleiterin auch nicht.“ Ihn störe auch die kurzfristige Maßnahme: „Das wurde mal eben zwischen Suppe und Kartoffeln klar gemacht.“

Schulhausmeister Günter Voss kennt die Mängel der Turnhalle. „Seit ich hier an der Schule bin, und das ist seit 2004, war die Lüftung immer außer Betrieb. Und es kommt keine frische Luft rein, weil die Fenster kaputt sind.“ Dass der Zahn der Zeit allerdings an den Wänden nagt, ist unübersehbar. An zahlreichen Stellen blättert der Putz von den Wänden. Schön ist etwas anderes...

Halle am Germaniaplatz abreißen?

Dagegen sind die Umkleiden, Toiletten und Duschen muckelig warm – und auch noch relativ ansehnlich. „Die Fliesen sind in Ordnung, und die Duschen mit ihrer Alu-Verkleidung sogar ganz chic“, findet CDU-Ratsmitglied Klaus Diekmann. Das sieht Ulrich Ertmann, Leiter der Tischtennisabteilung der DJK Eintracht, ähnlich. Im Winter sei es schon mal kälter in der Halle, „aber dann kann man sich ja eine Trainingsjacke überziehen“. Dass man sich unter zu heißen Duschen verbrühen könnte, wie es die Verwaltung befürchtet, hält er für „absoluten Blödsinn“. Er glaubt, dass die Halle aus haushaltstechnischen Gründen geschlossen werde. Sonst könne er es sich nicht erklären.

Der Lack ist ab in der Turnhalle. Foto: Knut Vahlensieck

Sportpolitiker Klaus Diekmann forderte gestern im Bau- und Verkehrsausschuss, sich noch einmal mit den Sport- und Bäderbetrieben im kleinen Kreis zusammenzusetzen, um eine Lösung für Borbeck zu suchen. Man könne etwa die Halle am Germaniaplatz abreißen und aus Erlös des Grundstücks die Schulhalle renovieren. Eine über lange Zeit leer stehende Halle mitten in der Schule könnte zweckentfremdet werden. Die Bauverwaltung kündigte an, „mit Sicherheit eine Lösung zu finden“.

Rüdiger Hagenbucher

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Schock in Borbeck - Turnhalle wird geschlossen
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2015-01-22 19:33
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