Schauspiel zeigt Stück zum Thema Terror

Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa haben die künstlerische Leitung des Schauspiel Essen und der Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer kurzfristig entschieden, den Spielplan der laufenden Saison zu ändern: Anstatt des ursprünglich angekündigten Projektes „Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data“ wird Schmidt-Rahmer jetzt Mark Ravenhills Theaterstück „Wir sind die Guten“ (Shoot/Get Treasure/Repeat) inszenieren. Die Premiere ist für den 25. April im Grillo-Theater geplant.

In seinem 2007 unter dem Eindruck der Bombenattentate auf die Londoner U-Bahn entstandenen Stück greift Ravenhill Themen auf, die auch heute noch die Menschen intensiv beschäftigen: diffuse Terrorismusangst, verstärktes Sicherheitsbedürfnis, die nahezu paranoide Angst vor dem Islam und allem Fremden sowie die Hoffnung, durch kriegerische Einsätze Herr der bedrohlichen Weltlage zu werden.

„Wir sind davon überzeugt“, so Intendant Christian Tombeil, „dass Ravenhills Szenenfolge nichts von seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil, sie gewinnt jetzt, 2015, eine noch größere Brisanz: Pegida, der Anschlag auf ‚Charlie Hebdo‘ und die heftig geführte Diskussion, die seither Deutschland und ganz Europa beherrscht, weisen auf eine tiefe Spaltung unserer Gesellschaft hin.“