Das aktuelle Wetter Essen 19°C
Ermittlungen

Säurevorfall vor Heiligabend stellt Polizei in Essen weiter vor Rätsel

02.01.2013 | 14:51 Uhr
Säurevorfall vor Heiligabend stellt Polizei in Essen weiter vor Rätsel
Die Polizei steht in dem Fall einer 27-jährigen lebensgefährlich Verletzten noch vor großen Rätseln.Foto: Andreas Bartel

Essen/Gütersloh.   Eine Woche nach einem mysteriösen Säurevorfall ist die Polizei mit ihren Ermittlungen noch nicht recht vorangekommen. Eine 27-Jährige aus Essen hatte vor Heiligabend mit schwersten Verletzungen an der Tür eines ihr Unbekannten in Gütersloh geklingelt. Die Ermittler stehen vor etlichen offenen Fragen.

In der Nacht vor Heiligabend klingelt es an der Tür eines Einfamilienhauses in Gütersloh. Der Hausherr öffnet. Vor der Tür steht eine junge Essenerin, mit Schnittwunden und mit schwersten inneren Verletzungen, die von einer unbekannten Flüssigkeit herrühren. Die 27-Jährige, zwei Tage zuvor von ihrer Familie als vermisst gemeldet, kommt in eine Unfallklinik nach Münster. Im Krankenhaus liegt die Frau noch immer mit lebensbedrohlichen Verletzungen. Viel mehr weiß die Polizei zu den Hintergründen auch über eine Woche nach dem mysteriösen Vorfall noch nicht. Die 27-Jährige ist nicht ansprechbar.

Ermittelt werde in alle Richtungen, sagt Polizeisprecherin Tanja Hagelüken. Offenbar hat die Frau die unbekannte Flüssigkeit oral aufgenommen. Schwerste Verletzungen hat sie unter anderem im Rachenbereich und im Verdauungstrakt. Ob es sich bei der Flüssigkeit um eine Säure oder eine Base handelt - unklar. Ob die 27-Jährige sie sich selbst zugeführt hat oder ob sie ihr gewaltsam verabreicht worden ist - unklar. Somit auch die Frage, ob es sich um einen versuchten Suizid oder um ein Gewaltverbrechen handelt.

Ganz normale Familie

Nach ersten Ermittlungen hat die 27-Jährige mit ihrem Lebensgefährten in Stoppenberg in „ganz normalen Verhältnissen“ gelebt. Die Frau hat einen dreijährigen Sohn, der bei seinem Vater lebt. Es habe sich um eine ganz normale Familie ohne jede Auffälligkeiten gehandelt, sagt Sprecherin Hagelüken. Gegen den Lebensgefährten gebe es keinen Tatverdacht. Einzig die Anhörung des Opfers dürfte Klarheit in dem Fall bringen, heißt es seitens der Polizei: „Noch ist alles offen.“

Stefan Kober


Aus dem Ressort
Was die Bandidos zum Verbot der Rocker-Symbole sagen
Rocker
Rocker-Symbole sind nun auch in Essen verboten – und die Staatsanwaltschaft rechnet mit einem Präzedenzfall: Ein Sprecher der Bandidos kündigte an, der Motorcycle Club werde rechtliche Schritte prüfen – auch gegen das Symbol-Verbot im Internet, das NRW-Innenminister Ralf Jäger am Dienstag erließ.
Möglicher Schlag mit Bierflasche in Essener Diskothek
Ermittlungen
Die Polizei ermittelt nach einer Auseinandersetzung in einer Essener Diskothek am vergangenen Wochenende. Ein 25-jähriger Oberhausener erlitt Schnittverletzungen und erklärte, er sei mit einer Bierflasche geschlagen worden. Ein 24-jähriger Bottroper, der verdächtigt wird, stritt die Tat ab.
Messe und Turnhallen als Asylunterkünfte in Essen vom Tisch
Asylbewerber
Asylbewerber in Essen werden vorerst doch nicht in Turnhallen oder gar in der Messe untergebracht werden müssen. Die Stadt hat nach eigenem Bekunden private Anbieter gefunden, die Häuser zur Anmietung bereitstellen wollen. Das Thema Turnhallen ist damit zumindest für dieses Jahr vom Tisch.
Zwei Spürhunde finden Drogen in einer Tiefkühltruhe
Polizei
Zwei Spürhunde der Polizei haben in einer Essener Wohnung Marihuana und Haschisch mit einem Straßenverkaufswert von rund 40.000 Euro in einer Tiefkühltruhe gefunden. Außerdem fanden die Polizisten in der Wohnung Drogengeld, Kleinkaliber-Gewehr und Munition.
Brand in einem Taubenschlag – Feuerwehr rettet Vögel
Feuer
Die Feuerwehr musste am Montagabend ein Feuer in einem Taubenschlag in Essen-Kettwig löschen. Die Einsatzkräfte retteten dutzende Tauben, die sich in dem Schlag befanden. Die zuständige Brandermittlerin geht derzeit von einem technischen Defekt der Stromversorgung aus.
Umfrage
Auch sechs Wochen nach dem Sturm sind Stadt, EBE, Feuerwehr und Firmen damit beschäftigt, Unwetterschäden – etwa in den Baumkronen – zu beseitigen. Wie bewerten Sie das Tempo der Aufräumarbeiten in Ihrer Nachbarschaft?

Auch sechs Wochen nach dem Sturm sind Stadt, EBE, Feuerwehr und Firmen damit beschäftigt, Unwetterschäden – etwa in den Baumkronen – zu beseitigen. Wie bewerten Sie das Tempo der Aufräumarbeiten in Ihrer Nachbarschaft?

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Fotos und Videos
Überwachungs-Experiment
Bildgalerie
Glascontainer
Das sagen die Essener zum gläsernen Reporter
Video
Galileo-Experiment