S-Bahn abtransportiert, Verkehr aber weiter stockend
12.11.2009 | 12:46 Uhr 2009-11-12T12:46:00+0100Essen/Hattingen. Wegen einer liegengebliebenen S-Bahn auf der Strecke zwischen Essen und Hattingen haben am Donnerstagmorgen Pendler Verspätungen hinnehmen müssen. Die defekte Bahn ist abtransportiert, es kann aber bis mindestens 14 Uhr zu Verspätungen der S1, S3 und S9 kommen, so ein Bahnsprecher.
Wegen einer liegengebliebenen S-Bahn auf der Strecke zwischen Essen und Hattingen haben am Donnerstagmorgen Pendler Verspätungen hinnehmen müssen. Die S-Bahn war gegen 6.35 Uhr bei Essen wegen eines technischen Defekts liegengeblieben, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Das Fahrzeug habe sich nach einem Bremsvorgang nicht wieder in Bewegung setzen lassen.
Erst nach zwei Stunden evakuiert
Erst gegen 8.20 Uhr seien die Reisenden evakuiert worden. Sie wurden unter Bahnaufsicht etwa 800 Meter über die Gleise geleitet. Die Evakuierung der Fahrgäste habe so lange gedauert, weil erst der normale Zugverkehr geregelt werden musste, so ein Bahnsprecher. Außerdem mussten die Gleise abgesperrt werden, die die Bahnreisenden überqueren sollten. Ein Augenzeuge, der in der betroffenen S-Bahn saß, berichtete, dass zwei Stunden "rein gar nichts passiert ist". Teilweise mussten die Reisenden im Dunkeln ausharren.
Die defekte S-Bahn ist mittlerweile abtransportiert worden. Trotzdem komme es einem Bahnsprecher zufolge noch bis mindestens 14 Uhr zu Verspätungen der S1, S3 und S9. Grund dafür seien Bauarbeiten und der Bahntakt, der durch den Ausfall der S-Bahn durcheinandergekommen sei. Der Fernverkehr läuft dem Sprecher zufolge ohne Störungen.(ddp)
Fahrplanänderungen können sie hier abfragen.
16:00
Mir ist unverständlich, dass jemand 2 Stunden in der Bahn sitzt und nichts unternimmt. Nach einer halben Stunde Wartezeit hätte ich per handy Hilfe geholt.
Die DB oder der VRR würden von mir eine Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung erhalten.
09:18
Leute, Ihr habt´s immer noch nicht kapiert! Die von Kanzler Kohl eingeleitete und völlig daneben gegangene Bahnreform ist der Knackpunkt. Auch unter dem Autokanzler Schröder mit seinem grünen Joschka und erst recht bei Frau Merkel ging die Talfahrt der Bahn weiter: Wenn Personal radikal abgebaut wird, Weichen, Ausweichstrecken zurückgebaut werden, bei der Wartung aus Kostengründen gespart wird, nicht vorher getestete Fahrzeuge auf die Kunden losgelassen werden und nur noch Rendite zählt, passiert genau das, was wir und vor allem die Berliner mit ihrer desaströse S-Bahn erleben. Wendet heut mal an die Politik. DORT muss ein anderes Denken einsetzen. Sonst ärgert Ihr Euch noch ewig oder steht im Stau bei noch so viel Fahrspuren, denn der LKW-Wahnsinn und die alltägliche Völkerwanderung im Revier kann bei noch so vielen und breiten Straßen nicht funktionieren....
06:29
Gut, dass ich dem VRR nach der letzten Preiserhöhung im August den Rücken gekehrt habe.
Wäre super, wenn alle Ruhris mal den VRR boykottieren würden, solange bis sich nach zig Jahren Misere endlich was tut. Ist doch alles Schrott im Pott mittlerweile.
22:48
Die liegengebliebe S-Bahn der DB Regio hat eine elektr. automatische Mittelpufferkupplung ähnlich wie bei der Straßenbahn (Scharfenbergkupplung) ; eine normale Elektro- oder Diesellok aus einer Reserve von der Konzerntochter Railion hat in den wenigsten Fällen so eine Kupplung. Sie hat nur Puffer und eine Hakenkupplung wie bei einer Modelleisenbahn.
Folgerichtig kann auch keine S-Bahn mit Scharfenbergkupplung ohne einen Zwischenwagen mit Puffer und Hakenkupplung auf der einen Seite (Lokseite) und Mittelpufferkupplung auf der anderen Seite abgeschleppt oder auf Sicht in den nächsten Haltepunkt/Bahnhof geschoben werden. So etwas gibt es und darf auch angewand werden.
Die guten alten Lokbespannten S-Bahn Wendezüge im Ruhrgebiet konnten so etwas noch.
Und da aus Kostengründen die Deutsche Bahn alle ihr überflüssig erscheinenden Streckenstränge bedingungslos zurückbaut und alle Weichen ebenfalls ist es nicht mehr möglich parallel liegende Strecken im Notfall als Ausweichstrecke zu nutzen, weil sie nicht mehr vorhanden sind oder schlicht nicht mehr zu erreichen sind. Wenn dann in dichter Taktfolge (S-Bahn, ICE und Güterzug teilen sich hier den einzig vorhandenen Schienenweg) sich noch ein weitere Zug hinter einem Schadzug aufhält ist dieser nicht mehr zu erreichen und hier muss dann versucht werden durch irgendwelche Rangiermanöver diesen Schadzug zu erreichen und abzuschleppen.
Das kostet Zeit und Nerven beim Kunden. Und das verärgert viele Kunden- zu recht wie ich meine.
Hätte Mehdorn und die seinerzeitigen Bundes-Regierungen in einem vernünftigen Qualitätsmangement soviel Zeit und Geld investiert wie sie das investiert haben in den beabsichtigten Börsengang wäre vermutlich vielen Bahnfahrern oben zitierter Ärger erspart.
Statt dessen hat man Mehdorn und Konsorten blind und bedingungslos schalten und walten lassen, ihre Missetaten gedeckt und als er nicht mehr tragbar war für das Image der Deutschen Bahn mit dem Goldenen Handschlag entlassen auf das er demnächst an anderer Stelle sein Unwesen treiben darf.
19:26
Danke, BD2k, bei mir ist es Fall b) - und beschwert hab ich mich heute mal per email bei der Deutschen Bahn- bin gespannt, was dabei rumkommt...
19:20
Clevere, soll auch Leute a) ohne Auto oder b) mit nem Job in der Innenstadt ohne Stellplatz o.ä. geben..
Letztendlich bezahlen die Pendler auch einen nicht zu knappen Obolus um die Züge zu nutzen, von daher sind Beschwerden bei Nichtfunktion äußerst berechtigt.
17:16
Fahrt doch mit dem Auto. Dann braucht ihr nicht immer heulen.
15:59
Ja, und hier mal die Sache aus der Sicht einer, die jeden Morgen an so einem Bimmelbahnhof losfährt....
Um 7.48 wie gewohnt Bahnsteig Ehrenfeld erreicht (total veraltet, der einzige Vorteil : ein kostenloser Park- and Ride) - ahnungslos, was mich erwarten würde. Um 7.57 Durchsage, dass in Richtung Dortmund keinerlei S-Bahn Verkehr möglich sei, man auf andere Verkehrsmittel umsteigen solle. Richtung Essen: KEINERLEI Durchsage, weder über Ausfall noch Verspätung. Bis 8.35 Uhr wartete ich auf eine Information - kommt ein Zug? Wann kommt ein Zug? Könnte ich vielleicht noch zum Hauptbahnhof laufen, bis ein Zug kommt? Um 8.35 dann die Durchsage, dass der Zug um 8.39 Uhr 10 Minuten Verspätung hätte. In der Zeit zwischen 7.50 und 8.35 Uhr (45!!!MINUTEN!!) hätte ich locker zum Bochumer Hauptbahnhof LAUFEN können, um eine andere Verbindung nach Essen zu erhalten, HÄTTE ICH, Ja HÄTTE ICH doch nur eine INFORMATION darüber bekommen!!! Ich und jede Menge anderer Fahrgäste waren völlig durchgefroren. Für die Fahrgäste nach Dortmund wurde hingegen im 2-Minutentakt die Info durchgegeben, dass kein Zugverkehr möglich wäre, man auf andere Verkehrsmittel umsteigen solle. Wir waren alle auf deutsch gesagt STINKSAUER, ich bin um 1 Stunde zu spät auf meiner Arbeit erschienen. Völlig durchgefroren, mit dem Kreislauf am Ende. Na MAHLZEIT!
15:51
Wieso sind S1 und S9 betroffen? Wo ist die Bahn genau liegengeblieben, kann doch nur zwischen HBf und Steele sein. Denn nach Steele ist die S9 raus und die S3 trennt sich in Steele Ost.
Aber das ist der Preis den man zahlt wenn überzählige Weichenverbindungen ausgebaut werden und dann Gleiswechsel wieder nicht mehr möglich sind.
14:32
es wäre auch schön gewesen, wenn man in den späteren Bahnen erfahren hätte, was passiert ist. Da wurde nämlich nur durchgegeben, dass die Bahn aufgrund der erheblichen Verspätung umgeleitet wird und die Bimmelbahnhöfe DESHALB nicht angefahren werden. Wenn ich gewusst hätte, dass ne Bahn liegen geblieben ist, hätte ich auch anders fahren können...
Das war extremst ärgerlich!!