RWE: Zeche Victoria Mathias wird stillgelegt

13. Januar 1965..  Die RWE-Zeche Victoria Mathias wird mit Sicherheit stillgelegt, schreibt die WAZ Lokalausgabe vor 50 Jahren. Grund dafür sei „der Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse“, wird der damalige RWE-Vorsitzende Alfred Einatz zitiert. Auf der Zeche, die am Rande der nördlichen Innenstadt im ehemaligen Segerothviertel liegt, sind vor 50 Jahren knapp 1800 Menschen beschäftigt. Im Jahr 1840 in Betrieb genommen, war sie eine der ersten „Großzechen“ und hatte von 1858 bis 1869 die höchste Förderung im ganzen Ruhrgebiet.

Heute wird das ehemalige Kerngelände eingegrenzt von der Grillostraße, der Gladbecker Straße, der Blumenfeldstraße und der Altenessener Straße. Dort befindet sich das große RWE-Kraftwerk - Standort des Fernheizwerkes Essen-Nord. Übrig geblieben von der alten Zeche ist nur noch das einstige Verwaltungsgebäude an der Altenessener Straße, in dem die Firma Westnetz residiert, ein Tochterunternehmen der RWE Deutschland Gruppe.