RWE- und Aachen-Fans appellieren vor Rekordgipfel an Anhänger

Fanvertreter von Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen appellieren vor dem Spitzenspiel am 7. Februar an ihre Fans, ein friedliches Fußballfest zu feiern.
Fanvertreter von Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen appellieren vor dem Spitzenspiel am 7. Februar an ihre Fans, ein friedliches Fußballfest zu feiern.
Foto: Michael Gohl
Fanvertreter von Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen appellieren vor dem Spitzenspiel in der Regionalliga West gemeinsam an die Fans.

Essen.. Das Spitzenspiel in der Regionalliga West zwischen dem aktuellen Tabellenführer Rot-Weiss Essen und dem zurzeit Zweitplatzierten Alemannia Aachen wird erst am 7. Februar im Tivoli-Stadion angepfiffen. Die Fanlager beider Traditionsvereine aber fiebern dem Gipfeltreffen seit Wochen entgegen. Das Hochsicherheitsspiel wird vor der Regionalliga-Rekordkulisse von 30.000 Fans ausgetragen und vom WDR live im Fernsehen gezeigt. Mehr als 5000 RWE-Fans sind im längst ausverkauften Stadion mit von der Partie.

Die Aachener Fanszene heizt die Rivalität der Anhänger bereits mit einem Youtube-Video an. Während der Clip das Gefühl vermittelt, dass es den Machern nicht nur um die lautstarke Unterstützung der eigenen Mannschaft geht, stimmen die Ultras Essen die RWE-Fans mit einem Aufruf auf den leidenschaftlichen Support auf der Tribüne ein. Sie appellieren an die Rot-Weissen, das Großaufgebot der Polizei nicht zu rechtfertigen: "Legt an diesem Tag den Fokus auf eine ordentliche Repräsenz unseres Vereins und die volle Unterstützung unserer Mannschaft! Baut keinen Scheiss."

FFA und Fan-IG: keine Aggressivität neben dem Platz

Die Chancen auf ein Fußballfest zweier Traditionsvereine haben nun auch die Fan- und Förderabteilung (FFA) Rot-Weiss Essen und die Interessengemeinschaft der Alemannia Fans und Fan-Clubs (Fan-IG) in einem gemeinsam verfassten Appell betont. Zumal beiden auch das Risiko bewusst scheint, dass Randalierer und Gewalttäter die große Bühne wie zuletzt im Halbfinale des Niederrheinpokals missbrauchen könnten.

FFA und Fan-IG schreiben:

"Natürlich darf bei einem solchen geschichtsträchtigen Duell nicht die nötige Rivalität auf dem Platz und auf den Rängen fehlen. Die Aachener Fans werden den Essenern schnell klarmachen wollen, dass es in der Kaiserstadt nichts zu holen gibt, aber auch die mehr als 5.000 Essener werden alles geben, um der Kulisse mehr als nur ihren Stempel aufzudrücken. Doch die Aggressivität gehört - natürlich im Rahmen der Fußballregeln - nur auf den Platz."

Das Spiel sei für "beide Vereine und ihre Fans eine einzigartige Chance, Werbung für Traditionsvereine und Fußballkultur zu machen. Und das bei einem Fußballfest, von dem man zwischen Wolfsburg und Hoffenheim und von Leverkusen bis Leipzig noch nicht einmal zu träumen wagt!"

Plattform für großartige Fans und Traditionsklubs

Darum appellieren die Fan-Vertreter an alle Zuschauer: "Lasst uns gemeinsam dafür einstehen, dass man auch am Tag nach diesem Spiel nur über den Sport und darüber, dass unsere Vereine wieder in höhere Ligen gehören, spricht. Dieses Spiel sollte eine Plattform für Traditionsklubs und ihre vielen, großartigen Fans sein – und nicht für einige wenige, die sich am Rande des Sports selbst profilieren wollen."

So berichtet übrigens das RWE-Blog "Im Schatten der Tribüne" über das große Spiel:

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