RWE-Duell mit Düsseldorf elektrisiert die Fanmassen

Diesen Pokal würde RWE gerne holen.
Diesen Pokal würde RWE gerne holen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Noch keine Karten erhältlich, aber Rot-Weiss rechnet gegen Düsseldorf mit ausverkauftem Stadion.

Essen.. Die Telefone in der Geschäftsstelle von Rot-Weiss Essen klingelten am Donnerstag durchgehend. Das DFB-Pokalduell gegen Fortuna Düsseldorf Anfang August elektrisiert die Fanmassen. „Alle wollen Karten. Aber noch verkaufen wir keine“, sagte Michael Welling. Beim RWE-Boss waren schon Mittwochabend die ersten Bestellungen per SMS eingegangen, als er in einer Rüttenscheider Kneipe bei der Auslosung mitfieberte. Um 23.25 Uhr wurde die Fortuna RWE zugelost. „Um 23.26 Uhr waren vier SMS da“, verriet Welling.

Erst die Dauerkarteninhaber, dann die Mitglieder

Am Donnerstag kamen hunderte Anfragen auf allen medialen Kanälen in der RWE-Geschäftsstelle an. Die Interessenten mussten vertröstet werden. Das Karten-Prozedere: Nächste Woche können die 4500 Dauerkartenbesitzer der alten Saison ihr Ticket für die neue Saison bestellen und sich gleichzeitig zwei Pokal-Tickets sichern.

Danach haben die etwa 5000 RWE-Mitglieder Vorkaufsrecht für das Duell.

Anschließend dürften nicht mehr wirklich viele Tickets in den freien Verkauf gehen, denn ein weiterer Batzen Tickets auf der Gottschalk-Tribüne geht an die Gäste aus Düsseldorf. Da dort nur Stehplätze sind, gibt es Überlegungen, zusätzliche Tribünen mit Sitzplätzen aufzubauen.

„Egal wie es kommt und was passiert, am Ende werden wir ausverkauft sein“, sagt Michael Welling und darf sich, trotz der Mehr-Aufwendungen für Sicherheit über einen sechsstelligen Ertrag für seinen Klub freuen. Auch bei der GVE als Stadion-Betreiber fließen geschätzte 100. 000 Euro extra in die Kasse. Da lohnt sich das schöne Stadion also mal...

Ein prominenter Gast hatte sich bis Donnerstagabend übrigens noch nicht in Sachen Karten gemeldet. Dirk Elbers, abgewählter Oberbürgermeister von Düsseldorf und Fortuna-Fan, könnte zum Duell Ruhrgebiet gegen Rheinland doch mal nach Essen kommen. Elbers hatte sich im Pott viele „Freunde“ gemacht, als er im Wahlkampf verkündete, er wolle im Ruhrgebiet „nicht mal tot überm Zaun hängen“.