RWE bremst hohe Erwartungen

Während die Politik die Abrisspläne von RWE an der Huyssenallee schon als Baustein für ein neues Stadtquartier feiert, bemüht sich der Energieriese, die hohen Erwartungen ein wenig zu dämpfen: Schon wahr, den Antrag auf Abriss der Häuserzeile zwischen Huyssenallee 14 und Einmündung Baedekerstraße habe man gestellt, die Bauten, die zum Teil noch genutzt werden, gelten auf Dauer als höchst unwirtschaftlich im Betrieb. Einen konkreten Zeitplan aber, so RWE-Pressesprecherin Sabine Jeschke, gebe es für den Abriss nicht. Damit ist auch völlig ungewiss, wann die innenstadtnahe Ecke dem Erdboden gleichgemacht wird, denn eine Abrissgenehmigung könnte der Eigentümer drei Jahre lang in Anspruch nehmen. Und in diesem Fall sei das Vorhaben auch nicht mit den Plänen für einen RWE-Campus verknüpft, wie mancher Beobachter schon mutmaßte. Immerhin: Diese Entscheidung drängt, weil für die beiden RWE-Hochhäuser an der Krupp-straße und der Huyssenallee im Jahr 2020 bzw. 2017 die Mietverträge auslaufen. Dass man auf beide verzichten könnte, so groß ist der Personalabbau bei RWE dann doch nicht.