Rüttenscheider Schüler steht im Bundesfinale

Lionel Schüller wollte „die Trompete nie im Stich lassen“: Andere Instrumente hatten keine Chance.
Lionel Schüller wollte „die Trompete nie im Stich lassen“: Andere Instrumente hatten keine Chance.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Lionel Schüller (13) spielt Trompete seit der zweiten Grundschulklasse. An seinem Instrument liebt er besonders, dass der Ton „komplett ins Publikum geht“

Essen.. Trompeter Lionel Schüller (13) aus Rüttenscheid steht im Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Im Mai findet die Endausscheidung statt.

In der Grundschule lernte Lionel beim Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ die Trompete kennen, „obwohl sie eigentlich zweite Wahl war.“ Denn lieber, erinnert sich Lionel, hätte er mit Querflöte angefangen, „warum, weiß ich auch nicht.“

Zur Not wird er Politiker

Doch die Trompete wurde schnell seine größte Leidenschaft: Seit Jahren erhält er Unterricht an der Folkwang-Musikschule. „Die Trompete zählt zu den wenigen Instrumenten, bei denen der Ton direkt nach vorne ins Publikum geht.“ Das fasziniert den Schüler des Goethe-Gymnasiums bis heute. Sein Berufswunsch deshalb, unbedingt: „Trompeter. Jemand wie Till Brönner ist eins meiner Vorbilder.“ Am Spiel des populären Trompeters mag Lionel vor allem „den sehr weichen Ansatz.“

Täglich übt Lionel eine Stunde auf seinem Instrument. Läuft es an einem Tag nicht so, holt er die Zeit am nächsten Tag nach. „Es gibt Situationen, da kommt kein schöner Ton heraus, da ist man in der Brust zu eng, dann kann man’s auch gleich lassen.“ Und obwohl Lionel zwischenzeitlich auch mal Klavier angefangen hat, „wollte ich die Trompete nie im Stich lassen.“ Falls das mit dem Berufsziel Trompeter übrigens nicht klappt, hat Lionel schon einen B-Plan: Politiker. Oder Fernsehmoderator.

Viel Erfolg, Lionel!