Rückwärtslauf-WM kommt 2016 – Fualsträwkcür in Essen

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Essen.. In Duisburg findet im Sommer die Europameisterschaft im Seifenkistenrennen statt. Die Stadt fühlt sich als neue Hochburg dieses Sports. In Essen steht kommendes Jahr eine noch größere Veranstaltung auf dem Plan: Die Weltmeisterschaft der Rückwärtsläufer. Wir sprachen mit Achim Aretz.

Aretz, 31 und gebürtig aus Bergerhausen, gehört zum Retro-Running-Club Deutschland, der die Großveranstaltung im Stadion „Am Hallo“ organisiert.

Herr Aretz, wie kommt es, dass die Weltmeisterschaft der Rückwärtsläufer nach Essen kommt?

Achim Aretz: Die WM wird seit 2006 ausgetragen. Die meisten Teilnehmer kommen traditionell aus Deutschland. Und da wurde es mal Zeit. Da unser Verein in Essen gegründet wurde, lag es nah, in Essen eine Lokalität zu suchen.

Gab es Konkurrenten?

Aretz: Ja. Münster hatte Interesse. Auch Kevelaer am Niederrhein. Aber die Wahl ist auf Essen gefallen. Am Hallo finden wir eine tolle Anlage vor.

Die WM ist für den 14. bis 17. Juli 2016 geplant. Mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie?

Aretz: 250 sollten es werden. Wir hoffen aber sogar auf 300.

Woher kommen die Teilnehmer?

Aretz: Aus der ganzen Welt. Bei der letzten WM hatten wir Teilnehmer aus 20 Ländern. Viele aus Deutschland und aus Europa, aber die Sportler sind auch aus Taiwan, den USA, Brasilien, Venezuela und Puerto Rico zur Weltmeisterschaft angereist. Wir sind gespannt, wer alles woher zu uns nach Essen kommt.

Ihr Retro-Running-Club, der in Essen gegründet wurde, ist nicht nur Organisator. Ihre Vereinsmitglieder nehmen auch selbst teil. Wie Sie!

Aretz: Das stimmt. Ich war seit 2008 bei jeder WM dabei, habe beispielsweise 2014 den Titel über 5000 Meter gewonnen, bin schon über 10 000 Meter Zweiter geworden und habe in den letzten Jahren mehrere Weltrekorde rückwärts erlaufen.

Ein Blick in Ihre umfangreiche sportliche Vita zeigt, dass Sie in jungen Jahren Fußball und Tennis gespielt haben und dann vom Laufen zum Rückwärtslaufen gekommen sind. Warum?

Aretz: (lacht) Vorwärts war ich zu langsam. Nein, es ging um eine Wette auf einer Party. Es folgte ein verkaterter Morgen. Und ich fand schnell Spaß an der ungewöhnlichen Disziplin. Die Faszination ist bis heute geblieben. Und jetzt freuen wir uns alle, die Weltmeisterschaft kommendes Jahr in unsere Heimatstadt Essen holen zu können.