Ritterlager und Bullenreiten beim Burgfest in Burgaltendorf

Früh übt sich, wer Ritter werden will: Für Kinder hält das Burgfest auch in diesem Jahr  allerlei Attraktionen bereit, die bestens zum Ambiente der Burgruine passen. Da macht Verkleiden doppelt Spaß.
Früh übt sich, wer Ritter werden will: Für Kinder hält das Burgfest auch in diesem Jahr allerlei Attraktionen bereit, die bestens zum Ambiente der Burgruine passen. Da macht Verkleiden doppelt Spaß.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Am 13. und 14. Juni steigt an der Burgruine in Essen-Burgaltendorf das 23. Burgfest. Im Programm: Theater, Ballet, Musik, Ritterlager und vieles mehr.

Essen-Burgaltendorf.. Es ist wohl der unumstrittene Höhepunkt im Terminkalender des Stadtteils Burgaltendorf: das Burgfest, das die Vereine und Gruppen des Stadtteils am 13. und 14. Juni bereits zum 23. Mal veranstalten. Markenzeichen: ein buntes Programm, bei denen Burgaltendorfer Urgesteine und junge Talente in der einmaligen Atmosphäre der Ruine eine Bühne bekommen.

„Es ist faszinierend, dass viele der Burgfest-Urväter und -mütter noch heute im Dorf bekannt und aktiv sind”, freut sich Rolf Siepmann, zweiter Vorsitzender des Heimat und Burgvereins (HBV), der die Koordination des Fests übernimmt. „Manfred Kuhmichel, der frühere VHS-Leiter Burgaltendorfs zum Beispiel, oder Hermi Gring von der Chorgemeinschaft Herz Jesu.”

Das erste Burgfest gab es 1981

Einige solcher Urgesteine sind in diesem Jahr sogar auf der Bühne zu sehen: Jonny Schöler war beim Burgfest 1990 beispielsweise noch für die Mikrofonanlage verantwortlich. Am Sonntagnachmittag tritt er als Solist an der Panflöte auf. Sein Quartettverein Frohsinn ist zudem am Samstag zu erleben.

Das erste Burgfest ging bereits 1981 über die Bühne: „Damals noch jährlich”, so Siepmann”, „seit 2009 wechseln wir uns jedoch mit dem Ritterfest Menschen und Märchen in mächtigen Mauern ab. Im Unterschied zum Mittelalterfest stehen beim Burgfest die Vereine und Gruppen im Stadtteil im Vordergrund. „Auch gibt es bei uns keine Stände, wo Waren verkauft werden, nur etwas zu essen und trinken kann man sich gegen Wertmarken holen”, unterstreicht der zweite Vorsitzende den nichtkommerziellen Charakter der anstehenden Veranstaltung.

Burgfest seit 1981

Die Geschichte des Burgfests reicht allerdings noch weiter zurück: „Es gab zwei Vorläufer in den 70ern”, berichtet Siepmann. Dazu zählt er zum einen die regelmäßigen „Heimatabende“ in der Gaststätte Winkelhaus und in der Comenius-Halle, zum anderen das offene Singen der Burgaltendorfer Chöre an der Burg, das die VHS Burgaltendorf unter der Leitung von Manfred Kuhmichel veranstaltete. Werner Streicher, heute Ehrenvorsitzender des HBV, erstellte im September 1980 ein erstes Konzept für ein Stadtteilfest als Initiative der Chöre und des Bürgerschützenvereins.

Das erste Burgfest stieg dann unter der Koordination des HBV am 4. und 5. Juni 1981: „Die Kosten von 2250 DM für das Kulturprogramm konnten durch Sponsoring des HBV, der Bezirksvertretung VIII, der Stadt Essen und Burgaltendorfer Firmen getragen werden”, erinnert sich Siepmann.

Nicht zuletzt, weil das Burgfest sogar einen Gewinn erwirtschaftete und somit Zuschüsse zurückgezahlt werden konnten, stand einer Planung fürs nächste Fest nichts mehr im Wege. 1982 entwickelte sich das Fest entsprechend weiter: Neben den nach wie vor beliebten Ess- und Trinkständen lockten unter anderem ein zeittypisches Kasperle-Theater, zwei Schießstände und eine Hobbykünstler-Ausstellung.

Ritterlager, Rollenrutsche und Schokokuss-Werfen

Auch in diesem Jahr ist an beiden Tagen ein buntes Programm mit Vereinen, Gruppen und Künstlern aus Burgaltendorf und der unmittelbaren Nachbarschaft angesagt. Die Herren von Altendorf schlagen wieder ihr Ritterlager auf, die Pfadfinder lassen Sonntag auf einem Bullen reiten. Stockbrot wird am offenen Feuer gebacken, und Kinder können sich schminken lassen, die Rollenrutsche und die Hüpfburg ausprobieren oder sich im Schokokuss-Werfen versuchen.

Auch das Bühnenprogramm kann sich sehen lassen: Das Kleine Theater Burgaltendorf zeigt am Samstag ebenso sein Können wie die Ballettschule Burgaltendorf. Krimifans dürfen sich auf eine Lesung des Autoren Thomas Schweres am Sonntagnachmittag freuen. Freunde der Chorklänge werden am Sonntag dem Auftritt des Sängervereins 1866 entgegenfiebern, Oldie-Liebhaber können Sonntagabend „The Fellows” zujubeln.

Auf den Auftritt der Irish-Folk-Formation „Ring of Kerry” am Sonntag ab 17 Uhr freut sich Rolf Siepmann jedoch besonders:. „2012 hat die Gruppe fast drei Stunden statt der vereinbarten einen Stunde gespielt – und keiner der Zuhörer wollte nach Hause gehen. Eine tolle Truppe, die mit Spaß dabei ist.”

Das Bühnenprogramm des 23. Burgfestes

Samstag, 13. Juni

15 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst

15.45 Uhr: Dumberger Jagdhornbläser

16.10 Uhr: Kita Mölleneystraße

16.25 Uhr: Ballettschule Burgaltendorf

17 Uhr: Fanfarencorps Grün-Weiß

18 Uhr: Das Kleine Theater Burgaltendorf

19 Uhr: Ten Sing

19.30 Uhr: The Fellows

22 Uhr: Höhenfeuerwerk

Moderation: Enno Hermans, Christian Bendel


Sonntag, 14. Juni

10.30 Uhr: RGZV: Hähne-Wettkrähen im Park

11 Uhr: Ruhrlandbühne

11.40 Uhr: Kita Herz Jesu

12 Uhr: Ruhrlandbühne

12.40 Uhr: RGZV: Siegerehrung Hähne-Wettkrähen

13 Uhr: Pause

13.30 Uhr: Grußwort des Oberbürgermeisters Reinhard Paß

13.45 Uhr: Die Christa- und Teddy-Steppers

14.10 Uhr: Ballettschule Burgaltendorf

14.40 Uhr: Die Christa- und Teddy-Steppers

15.10 Uhr: Jonny Schöler

15.25 Uhr: Ballettschule Burgaltendorf

16 Uhr: Sängervereinigung 1866

16.30 Uhr: Thomas Schweres: Burg-Altendorf-Krimi

17-19 Uhr: Ring of Kerry

Moderation: Michael Walta