Ringen um die Gewerbefläche Emil Emscher im Essener Norden

Die Fläche links von der Gladbecker Straße.
Die Fläche links von der Gladbecker Straße.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Die Erschließung des Areals an der A 42 ist schon lange in der Diskussion. Nun soll sich bis Sommer entscheiden, ob sie tatsächlich kommt.

Essen.. Wenn Essens Wirtschaftsförderer Dietmar Düdden an neue Gewerbeflächen in naher Zukunft denkt, dann hat er längst das riesige Emil-Emscher-Areal im Norden an der A42 gelegen im Blick. Die ehemalige Kohlenlagerfläche bietet mit 40 Hektar enormen Raum für neue Unternehmensansiedlungen. Nirgendwo anders könne man in Essen noch so flexibel gestalten wie dort. „Die Fläche habe ich schon längst eingepreist“, sagt Düdden und meint damit, dass er fest mit einer Erschließung rechnet.

Allerdings wird erst im Sommer feststehen, ob Düddens Rechnung tatsächlich aufgeht. Der Besitzer der Fläche, die RAG Montan Immobilien, hat einen Prüfer mit der Frage beauftragt: Was würde es kosten, wenn man die Fläche zunächst provisorisch an die Gladbecker Straße anschließt? Und ließe sich die Erschließung des Areals dann überhaupt noch wirtschaftlich darstellen? „Wir gehen da mit Augenmaß ran“, sagt der Geschäftsführer der RAG Montan, Hans Peter Noll. Eine provisorische Anbindung kann es deshalb nur geben, weil die RAG weiterhin den theoretischen Lückenschluss der A52 im Auge behalten muss. Käme dieser, dann müsste Noll sein Straßenprovisorium wieder abreißen und eine neue Zuwegung bauen. Natürlich hat auch die RAG großes Interesse, die Fläche zu vermarkten. Deshalb ist Düdden zuversichtlich, dass es schon bald grünes Licht geben könnte. Noll hat in Aussicht gestellt, dass es etwa drei Jahre dauern würde, um die Flächen an den Markt zu bringen, das wäre dann frühestens 2018.

Befürchtungen nicht unbegründet

Die Fragezeichen hinter der Erschließung sind für Düdden aber nicht die größte Sorge. Er hofft, dass die RAG ihre Fläche nicht zum „Container-Abstellplatz“ macht. Heißt, dort Logistikanbieter ansiedelt. „Wir brauchen das Gelände für wachsende Unternehmen aus Essen und Umgebung“, sagt der Wirtschaftsförderer.

Die Befürchtungen sind wohl nicht ganz von der Hand zu weisen, schließlich hat die RAG Montan Immobilien mit dem Duisburger Hafen vor einigen Jahren die Logport Ruhr GmbH gegründet, eine gemeinsame Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft für Logistik.