RGE wählt Betriebsrat im zweiten Anlauf

Etappensieg für Verdi. So wertet die Gewerkschaft den Ausgang der neuerlichen Betriebsratswahl bei der städtischen Servicegellschaft RGE. Bei der Abstimmung, die am vergangenen Mittwoch zu Ende ging, konnte die Verdi-Liste 1 laut Gewerkschaftssekretärin Saskia Sauer von den 17 zu vergebenen Plätzen im neuen Betriebsrat fünf gewinnen – zwei mehr als bislang. Neun Plätze entfallen auf die Liste 2 „Wir sind nicht rot und weiß, wir sind bunt“, drei Plätze konnte die Liste 3 „Im Mittelpunkt stehst Du, Du hast die Wahl“ erkämpfen.

Rund 1600 Mitarbeiter der RGE waren dazu aufgerufen, erneut ihre Stimme abzugeben, nachdem Verdi mit Erfolg gegen das Ergebnis der Betriebsratswahl vom März 2014 geklagt und das Amtsgericht Essen dieses aufgrund von formalen Fehlern für unwirksam erklärt hatte. Stein des Anstoßes war für Verdi „die Familienbande“ zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. Dessen langjähriger Vorsitzender Andreas Wieschenkämper, Bruder von RGE-Chef Klaus, war zur Wiederholungswahl nicht mehr angetreten. 653 Beschäftigte nahmen diesmal an der Abstimmung teil. Verdi spielt im Betriebsart zwar nur die „zweite Geige“, strebt laut Saskia Sauer aber nun nach dem Vorsitz.