Regionalexpress RE 2 biegt in Essen in falsche Richtung ab

Ein Regionalexpress (RE 2) ist auf dem Weg nach Gelsenkirchen in Essen fälschlicherweise Richtung Bochum abgebogen. Archivbild:Ralf Rottmann
Ein Regionalexpress (RE 2) ist auf dem Weg nach Gelsenkirchen in Essen fälschlicherweise Richtung Bochum abgebogen. Archivbild:Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann / Funke FotoService
Was wir bereits wissen
Ein Regionalexpress der Linie RE 2 ist am Dienstag östlich des Essener Hauptbahnhofs falsch abgebogen. Der Zugführer musste bremsen und zurückfahren.

Essen/Gelsenkirchen.. Einen kuriosen Zwischenfall auf der Bahnstrecke zwischen Essen und Gelsenkirchen haben am Dienstagabend Passagiere der Deutschen Bahn gemeldet: Ein Regionalexpress wurde im Essener Osten auf die falsche Strecke geschickt.

Der RE 2 Richtung Münster war mit einigen Minuten Verspätung um etwa 20.50 Uhr im Essener Hauptbahnhof abgefahren. Nächster planmäßiger Halt: Gelsenkirchen Hauptbahnhof. Kurz nach der Abfahrt in Essen aber „gab es Kurvenschläge und es hat ordentlich geruckelt“, berichtet eine Passagierin. "Dann hat der Lokführer den Zug abrupt abgebremst und angehalten." Kurz darauf habe der Triebfahrzeugführer seine Fahrgäste per Durchsage über eine "Fehlleitung" informiert. Weil der RE auf der falschen Strecke stand, musste der Mann aussteigen, an seinen Fahrgästen vorbei zum anderen Ende des Zuges laufen und dort in den Steuerwagen klettern, um den Regionalexpress zurück in den Essener Hauptbahnhof fahren zu können.

DB-Sprecher: Falsche Zugkennung durchgegeben

Ein Bahnsprecher bestätigte, dass der Regionalexpress östlich des Essener Hauptbahnhofs falsch –Richtung Bochum – abgebogen ist: "Der Zug wurde fehlgeleitet und nicht Richtung Kray-Nord, sondern fälschlicherweise Richtung Kray-Süd geschickt.“

Die Ursache: Ein Fahrdienstleiter habe eine falsche Kennung durchgegeben. „Das passiert sehr, sehr selten“, sei aber ungefährlich, so der Sprecher: "Wenn der Zug ein grünes Signal bekommt, ist die Strecke sicher."

[kein Linktext vorhanden] Der Lokführer konnte den "Rhein-Haard-Express" Richtung Münster übrigens zügig zurück nach Essen fahren, von wo aus er einen zweiten Versuch in Richtung Gelsenkirchen unternahm: Am Gelsenkirchener Hauptbahnhof kam der RE 2 nach Angaben der Deutschen Bahn so mit nur 29 Minuten Verspätung an. (pw)