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Regen lockte weniger Besucher zum Stadtfestival "Essen.Original"

02.09.2012 | 18:02 Uhr
Regen lockte weniger Besucher zum Stadtfestival "Essen.Original"
Am Kennedyplatz trat die Band "The Intersphere" im Rahmen des Musikfestivals Essen Original auf.Foto: Essen Marketing GmbH

Essen.  200.000 Besucher kamen laut Veranstalter zur 17. Auflage von „Essen.Original“ - weniger als im Vorjahr. Laut Veranstalter lag dies vor allem am schlechten Wetter. Im nächsten Jahr will das Stadtfestival noch besser werden - und bittet die Fans online um Mithilfe.

Hennes Bender hat’s wirklich nicht leicht. Da kommt der aus Funk und Fernsehen bekannte Comedian am Freitagabend zu einem Kurzauftritt beim Stadtfestival „Essen.Original“ . Und alles, was man dem Bochumer entgegen wirft, sind mürrische Blicke. Aber das liegt nicht etwa an seiner Darbietung; der tückische Nieselregen ist Schuld.

Er lässt das Publikum Schutz unter Vordächern und Schirmen suchen, glücklicherweise nur zu Beginn des Auftritts. Und der hat es – wie man es bei „Essen.Original“-Stammcomedian Hennes Bender gewohnt ist – in sich: Als „HB-Männchen“ geht er trotz Nichtraucherschutzgesetz in die Luft, um wenig später das mürrische Publikum auf den Meeresgrund zu locken – in Gestalt der US-Comicfigur Spongebob-Schwammkopf und mit hoher Piepsstimme. Dafür erntet Bender reichlich Applaus. Der verstummt auch nicht bei denen, die nach ihm an der Reihe sind – auf einer von sieben Bühnen in der Innenstadt.

Von Hardrock bis Elektropop

Comedian Hennes Bender. Foto: Georg Lukas

Während das „Turock“ am Viehofer Platz Hardrock und Metal präsentiert, steht der Weberplatz am Samstag ganz im Zeichen elektronischer Musik. „Die hatte uns noch gefehlt“, betont Dieter Groppe, Prokurist der Essen Marketing GmbH (EMG) . Er habe den Tipp, „das mal mit ins Programm aufzunehmen“, von Unperfekthaus-Gründer Reinhard Wiesemann bekommen. Und umgesetzt.

Weniger Besucher als im Vorjahr

Mit 200.000 Besuchern habe man die Zahl aus dem vergangenen Jahr nicht toppen können, „was aber am Wetter lag“, meint Groppe. Das habe zumindest am Freitag nicht mitgespielt; an den beiden anderen Tagen kommen dafür mehr Musikfans vor die Bühnen. „Am Samstag war die Innenstadt ganz in der Hand der Jugend. So viele junge Leute auf einmal hab’ ich noch nie gesehen“, sagt Groppe.

Ausgelassen vergnügen sie sich – etwa beim Auftritt von „Max Prosa“, „Dúné“ sowie „NNeka“ auf dem Kennedyplatz. Und auch beim „Feuerwerk der Travestie“ des „Forum Essener Lesben und Schwule“ bei „Essen.Origaynal“ auf dem Willy-Brandt-Platz wird gefeiert.

Essen Original 2012

Obwohl sich bei „Essen.Original“ gleich mehrere hundert Künstler beteiligen, schafft’s nur einer zum Publikumsmagneten. Und das abseits der Bühne: Vor allem bei Jugendlichen heiß begehrt sind „Essen.Original“-Armbändchen, die es für 1,50 Euro das Stück am EMG-Infostand gibt. Und so wechseln in Kürze 7000 Exemplare ihren Besitzer. „Am Freitag und Samstag war die Schlange durchgehend 50 Meter lang“, sagt Groppe.

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Kommentare
03.09.2012
15:38
Regen lockte weniger Besucher zum Stadtfestival Essen.Original
von Bahnhofsmaedchen | #3

immer wenn "original" im namen vorkommt, steht es äußerst schlecht um die Originalität. Beispiele: original Oberkrainer, original Egerländer etc.

03.09.2012
14:48
Regen lockte weniger Besucher zum Stadtfestival
von Brecht | #2

Leider geht mit jedem Jahr mehr Vielfalt verloren, und das Programm beschränkt sich zunehmend auf drei Sparten: Metal für die Hardliner am Viehofer Platz, Kinderprogramm auf dem Hirschlandplatz und Schlager/Travestie auf dem WIlly-Brandt-Platz. Dazu ein kleiner Kessel Buntes auf dem Kennedyplatz. Ein Festival für Kinder, laute und trinkfeste Jugendliche, Gays. Jazz wurde heruntergefahren, Latin, Afro, Ethno, Chöre fallen unter den Tisch.
Witzig und gut waren einige Nebenschauplätze, zum Beispiel die 2-er Band Gillespie.

Nach wie vor ein Manko: Wie komme ich nach Ende der Festivaltage mit dem ÖPNV nach Hause?

02.09.2012
21:53
Alles original, selbst bei Regen
von feierabend | #1

Wow, und scheint ja besser zu klappen als .. das was passierte und nicht passieren sollte auf Musikfestivals.

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