Rat geht Stadionkosten auf den Grund

Nach den Unternehmens-Aufsehern hat am Mittwoch auch die Politik weitere Konsequenzen aus der Finanzaffäre um die städtische Grundstücksverwaltung GVE gezogen: Der Rat der Stadt berief in nichtöffentlicher Sitzung den bisherigen Geschäftsführer Andreas Hillebrand formell ab und beauftragte die Stadtverwaltung, den Weg zum neuen Stadion noch einmal detailliert aufzubereiten: Welche Mehrkosten fielen an? Und welche Hinweise darauf lagen der Stadt zu welchem Zeitpunkt vor? Wie berichtet, klaffte noch Mitte vergangener Woche eine Lücke von 1,1 Millionen Euro, deren Verwendung man im Rathaus nicht erklären kann. Darum soll die Stadtspitze auch darstellen, auf welchen Beschlüssen im Rat, im Aufsichtsrat und in der Verwaltung der Stadionbau letztlich fußt. Keine Mehrheit fand dagegen ein Antrag der Linken, die Kosten des Fußballrunds an der Hafenstraße durch das Rechnungsprüfungsamt untersuchen zu lassen.

Die berufliche Zukunft Hillebrands entscheidet sich erst kommende Woche: Er muss nach seinem GVE-Rauswurf auch eine Kündigung bei der Stadt fürchten.