Randale am Stadion und am Hauptbahnhof

Eine Hundertschaft der Essener Polizei.
Eine Hundertschaft der Essener Polizei.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Hooligans griffen Beamte an – Vier Polizisten wurden verletzt. Zugverkehr kam zeitweise zum Erliegen.

Essen.. Vier verletzte Polizisten – das ist die Bilanz der Randale rund um das Spiel RWE Essen gegen KFC Uerdingen am Freitagabend. Die Polizei war zwar auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet, doch am Ende mussten gar 18 Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes und Landfriedensbruchs eingeleitet, 85 Personalien von gewaltbereiten Fans und zudem 182 Platzverweise ausgesprochen werden.

Schon auf der Zughinfahrt von 160 Fans aus Uerdingen, Graz und Venlo nach Essen heizte sich die Stimmung auf. Beim Umstieg am Duisburger Hauptbahnhof wurden Bundespolizisten mit Glasflaschen beworfen und zwei Beamte verletzt. Die Essener Einsatzhundertschaft, die die Bundespolizei unterstützte, hatte schon dort alle Hände voll zu tun.

Polizist wurde verletzt

Ebenso am Essener Hauptbahnhof, wo die Personalien von 55 angereisten Personen aufgenommen werden mussten und erneut Wurfgeschosse gegen die Einsatzkräfte geschleudert wurden.

Ein Angriff von Uerdinger Randalierern auf den Kassenbereich des Stadions an der Hafenstraße konnte die Polizei abwehren. Dabei wurde ein 28-jähriger Polizist aus Essen verletzt. Auf dem Heimweg kam es am Essener Hauptbahnhof wieder zu Gewalttätigkeiten. Eine Gruppe aus dem Uerdinger Block wollte über die Gleise laufen, um sich mit Essener Fans anzulegen. „Wir mussten auch Pfefferspray einsetzen“, berichtete später Polizeisprecher Tanja Hagelüken.

In die Klinik gebracht

Inzwischen versuchten Essener Hooligans zum Gegenangriff überzugehen. Auch sie wurden mit Schlagstöcken zurückgedrängt. Der Zugverkehr kam wegen der Auseinandersetzungen auf den Gleisen zeitweise zum Erliegen. Ein 52-jähriger Mann aus Krefeld, der Polizisten attackiert haben soll und im Gemengelage zu Boden ging, wurde mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Möglicherweise werden noch mehr Verdächtige ermittelt. Die Polizei erhofft sich weitere Feststellungen anhand der Videoaufzeichnungen.