RAG Montan gibt grünes Licht für Emil Emscher

40 Hektar Brachland bietet die ehemalige Kohlenlagerfläche zwischen der Gladbecker Straße und der A 42. Nirgendwo anders gibt es in der Stadt noch so viel Platz für Gewerbeflächen, um in naher Zukunft Unternehmen ansiedeln zu können. Wäre da nicht ein Problem: die gedachte A-52-Durchstreckung im Norden der Stadt. Seit Jahren wirft die Erschließung des Emil-Emscher-Areals vor allem eine Frage auf: Wie bindet man das potenzielle Gewerbegebiet an die öffentlichen Straßen an, ohne die A-52-Pläne zu durchkreuzen? Klar ist, dass dies nur mit einem Provisorium geht, das die Eigentümerin der Fläche, die RAG Montan Immobilien im Fall der Fälle wieder abreißen müsste. Und klar ist auch, dass das für die RAG Montan Immobilien teuer werden würde. Vielleicht sogar zu teuer, um die Fläche noch wirtschaftlich erschließen zu können?

Die RAG Montan hat deshalb in den vergangenen Monaten gerechnet. Das Ergebnis dürfte Essens Politiker und Wirtschaftsförderer freuen: „Wir können uns das wirtschaftlich vorstellen“, sagte am Dienstag Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der RAG Montan Immobilien, auf Nachfrage.

Auch baulich scheint nun eine Variante gefunden, die die virtuelle Trasse und Zuwegungen für die A 52 frei hält. Das Provisorium wird deshalb eine Stichstraße sein, die wieder zurückgebaut werden kann, falls die A 52 doch irgendwann käme. Noll ist bereits im Gespräch mit dem Land. Schließlich will sich das Unternehmen gegen mögliche Risiken absichern, falls es am Ende irgendwie doch anders kommt mit der A 52. Und manchmal bestehen ja Provisorien auch für die Ewigkeit.

Wann die Fläche für Ansiedlungen aufbereitet sein wird, wollte Noll noch nicht vorhersagen. Nach früheren Schätzungen der RAG ist das allerfrühestens 2018/2019 der Fall.