Rachmaninoff auf dem Saxophon

Borbeck..  „The perfect balance“ ist das Projekt des Fratres Trio überschrieben. Balance bezieht sich bei den drei Musikern sowohl auf die Instrumente (Saxophon, Klavier, Violine) als auch Epochen (von der Klassik über die Romantik bis zum Jazz). Am Freitag, 27. Februar, um 19 Uhr gastiert das Fratres Trio im Residenzsaal des Schlosses Borbeck zu einem Konzert.

Wie klingt das „Trio èlégiaque Nr. 1 g-Moll“ von Sergej Rachmaninoff mit Saxophon? Und was erwartet den Zuhörer bei Tschaikowskys Nussknacker-Suite in der Bearbeitung eines Hard-Bop-Komponisten wie David DeBoor Canfield?

Die drei Musiker Fédor Roudine, Gayparet Arakelyan und Rudolf Vanks bilden die Avantgarde eines neuen Typus von Trio, das neben Violine und Klavier auch das Saxophon als Instrument der Klassik zum Einsatz bringt. Seit 2002 sorgen sie mit dieser Besetzung für ein besonderes Erlebnis, denn sie haben den Jazz ebenso im Blut wie die klassische Musik. In ihrem Projekt „The perfect balance“ präsentiert das Fratres Trio moderne Klassik-Werke, die bereits für Saxophon oder Klarinette geschrieben worden sind, sowie das des französischen Komponisten Darius Milhaud mit seiner Bühnenmusik für ein Theaterstück von Jean Anouilh, aber auch Stücke jüngerer Komponisten wie Marc Eychenne oder Jean-Luc Defontaine.

Rachmaninoff und Peterson

Die Fratres („Brüder“) bewegen sich zwischen wehmütigen, russischen Harmonien eines Rachmaninoff und aufregend kontrastreichen Klängen des Amerikaners Russel Peterson. Noch studieren die drei Musiker bei den Großmeistern ihrer Fächer, doch als Solist ist jeder von ihnen bereits mehrfach auf internationaler Bühne ausgezeichnet worden.

Der Eintritt zum Konzert des Fratres Trios im Schloss Borbeck kostet 17 Euro (ermäßigt 14 Euro).