„Queeny“ öffnet Kindern die Tür zum Theater

Herr Van Cauwenbergh, Sie haben aus „Tanzhommage an Queen“ mit „Queeny“ ein Bildungsprojekt gemacht. Wie funktioniert das?

Ich muss den Abend choreografisch anpassen. Er wird mit 18 Songs kürzer, die Bewegungsabläufe werden vereinfacht. Die Kinder werden sogar springen, aber nicht mit gestreckten Füßen. Ich will aus ihnen keine Tänzer machen.

Wie viele Schulen beteiligen sich?

25 Schulen haben sich beworben. Fünf davon mit Kindern von 8 bis 16 Jahren wurden ausgewählt. Sie werden verstärkt von Schülern aus dem Tanzbereich des Gymnasiums Essen-Werden und Tänzern des Aalto-Balletts für anspruchsvolle Passagen. Am Ende sollen 100 Kinder auf der Aalto-Bühne tanzen.

Was können die Kinder mit den vertanzten Queen-Songs anfangen, die bis zu 40 Jahre alt sind?

Die Musik von Queen erreicht inzwischen vier Generationen. Die Kinder kennen alle „We Will Rock You“ oder „We Are The Champions“. Die Songs motivieren sie, sich zu bewegen.

Was sollen die Kinder beim Einstudieren der Choreografie lernen? Was fällt ihnen schwer?

Disziplin ist ein großes Problem. Konzentration und die richtige Körperhaltung fällt ihnen schwer. Das üben sie mit Profis, aber auch Koordination und Rhythmusgefühl. Und am Ende lernen sie die Bühne mit Kostümen, Maske und Bühnenbild kennen. Das Projekt öffnet ihnen die Tür zum Theater, was ihre Eltern so nicht können.

Worauf sind Sie bis jetzt besonders stolz?

Es gibt Kinder, die sagen: „Das ist nichts für mich.“ „Das ist was für Mädchen.“ „Das ist zu schwer.“ Diese Kinder zu gewinnen, macht uns großen Spaß.