Pschiatrie statt Untersuchungshaft
19.02.2008 | 16:43 Uhr 2008-02-19T16:43:00+0100Nach dem Messerangriff eines 35-Jährigen am Rüttenscheider Stern auf eine 83-Jährige am 25. Januar hat das Opfer inzwischen das Krankenhaus verlassen.
„Die Frau ist in einem Reha-Programm und auf dem Weg der Besserung”, sagt Polizeisprecher Ulrich Fassbender. Der Täter Salvatore G., ein 35-jähriger italienischer Pizzabäcker, hatte den Lebensgefährten der Frau (84) nach einer Rangelei beim Verlassen eines Aufzuges an der Haltestelle Rüttenscheider Stern ins Gesicht geschlagen. Als die 83-Jährige sich einmischte, zog der Mann ein Messer und rammte es der Frau in die Brust. Die Frau brach auf der Rüttenscheider Straße zusammen und wurde durch eine Notoperation gerettet. Eine Zeitlang fürchteten die Ärzte um ihr Leben. Der Täter war nach der Tat von Passanten festgehalten worden, bis die Polizei kam. Schon kurz nach der Tat sprach Staatsanwaltschaft Bernd Schmalhausen von „Hinweisen, dass der Mann psychisch krank ist”. Er hatte bei den Vernehmungen angegeben, der Mann habe ihn „böse angeguckt”. Mit der gleichen Begründung hatte er einige Tage vorher in einem Rüttenscheider Waschsalon eine Frau getreten. Wegen seiner Wahnvorstellungen wurde er inzwischen in eine Psychiatrie eingewiesen. ks
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