Protest vor dem Treffen mit dem Polizeipräsidenten

Das Transparent, das Vertreter der Bündnisse gegen die geplante „Die Rechte“-Demonstration am 1. Mai in Kray und Gelsenkirchen am Mittwoch auf der Fußgängerbrücke über der Alfredstraße präsentierten, provozierte spontane Zustimmung: Vorbeifahrende Autofahrer reckten ihre Daumen hoch, winkten und hupten solidarisch. Nach der kurzen Aktion trafen sich die Vertreter der Bürgerbündnisse, Gewerkschaftsvertreter und Repräsentanten beider Städte mit den Behördenleitern von Essen und Gelsenkirchen im nahegelegenen Polizeipräsidium zu einem ersten Dialog. Dabei machte Essens Polizeipräsident Frank Richter deutlich, dass mit einem Verbot der rechten Demo, das jeder Grundlage entbehre und einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalte, niemandem geholfen sei. Man habe die Argumente in einer offenen Atmosphäre ausgetauscht, die beide Seiten zwar für nachvollziehbar, aber nicht unbedingt für akzeptabel hielten, sagte Max Adelmann, Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“. Das Gesprächsangebot Richters sei als durchaus positiv empfunden worden. Unter seiner Vorgängerin Stephania Fischer-Weinsziehr sei ein solcher Austausch nicht möglich gewesen.