Protest gegen NPD-Demo in Essener Innenstadt
09.11.2011 | 12:21 Uhr 2011-11-09T12:21:00+0100
Essen. Sowohl das Bündnis „Essen stellt sich quer“ als auch die Evangelische Kirche wollen gegen die für Mittwochabend angemeldete Kundgebung der NPD demonstrieren. Die Pläne der NPD wurden erst kurzfristig bekannt.
Gegen die erst am Dienstag angemeldete Kundgebung der NPD ausgerechnet am Gedenktag zur Progromnacht regt sich Protest in Essen. Sowohl das linksorientierte Bündnis „Essen stellt sich quer“ als auch die Evangelische Kirche wollen gegen die für 19 Uhr anberaumte Demo direkt neben der Kreuzeskirche protestieren. Die NPD will eine „Mahnwache nationaler Kräfte zum Gedenken an die Mauertoten“ abhalten.
Mit Glockenläuten setzt die evangelische Kirche ein Zeichen. Kreuzkirchen-Pfarrer Steffen Hunder nannte es am Mittwoch „ganz unerträglich“, dass die NPD mit ihrer Veranstaltung das Gedenken an die schrecklichen Geschehnisse der Novemberpogrome von 1938 herabwürdige. Alle 15 Minuten sollen zwischen 19 und 21 Uhr die Glocken läuten.
Bei der Polizei wurden 40 NPD-Teilnehmer angemeldet, die Polizei rechnet mit zahlreichen Gegendemonstranten. Dafür will „Essen stellt sich quer“ die Kundgebung in Borbeck verkürzen und danach zur Gegendemo auf dem Weberplatz zusammenkommen.
19:42
stell dir mal vor es ist demo und keiner geht hin.
17:50
von "keinervondaoben #1". Wo wird den das Demonstrationsrecht mit Füßen getreten, wenn irgentwo Leute ihre Meinung vertreten? Genaugenommen gibt es dafür schließlich das Demonstrationsrecht.
Nur weil einem die Gegendemo nicht gefällt, muß diese von der Polizei aufgelößt werden? Dagegen haben Sie doch selbst gewettert....
P.S. gegen diese NPD auf die Straße zu gehen, gebietet schon der gesunde Menschenverstandt. Von der Moral mal ganz zu schweigen, da bräuchte man eigentlich gar kein Gesetz für....
17:17
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
16:59
NPD-Demo angemeldet und genehmigt ist, hat die Polizei die Gegendemo gefälligst aufzulösen. Es kann nicht sein, daß das Demostrationsrecht mit Füßen getreten wird, auch wenn es ein Veranstalter ist der einem nicht in den Kram paßt.