Primark-Tüten vermüllen die Essener City
08.11.2012 | 06:00 Uhr 2012-11-08T06:00:00+0100
Essen. Vor dem Modehaus Primark in der Essener Innenstadt vermüllen an manchen Tagen Papiertüten die Einkaufsmeile. Die Entsorgungsbetriebe müssen deshalb den Bereich mehrmals täglich reinigen. Nun bietet die Kette der Stadt Gespräche an.
Freitagabend. Auf der Kettwiger Straße sind nicht nur viele Menschen unterwegs. Rund um das Modehaus Primark liegen die Papiertüten der irischen Billigkette auf dem Boden, die umliegenden Mülleimer quellen über - ebenfalls vollgestopft mit Primark-Tüten.
Beim städtischen Entsorgungsbetrieb EBE ist das Problem bekannt: „Unsere Mitarbeiter gehen dort schon häufiger vorbei als wir müssten“, sagt EBE-Sprecherin Bettina Hellenkamp. Drei Mal täglich würden die städtischen Reinigungstrupps bei Primark die Tüten von Hand auflesen und die Mülleimer leeren. „Mehr geht nicht“, unterstreicht Hellenkamp. Eigentlich, sagt sie, seien die Kunden, die die Tüten direkt vor der Tür „entsorgen“, das Problem. „Aber auch der Händler müsste doch ein Eigeninteresse daran haben, dass es vor seiner Tür sauber aussieht“, so Hellenkamp und betont: Die teurere Entsorgung tragen letztlich alle Gebührenzahler.
Rechtlich ist der Konzern aus dem Schneider
Die Rechtslage ist nach Auffassung des Einzelhandelsverbandes Ruhr allerdings klar: An der Türschwelle hört die Verantwortung von Primark auf. Die Reinigungspflicht der Einkaufsmeile liegt bei der Stadt. Verbands-Geschäftsführer Marc André Heistermann verteidigt das Modehaus: „Bei der Kundenfrequenz dort an manchen Tagen ist es schwierig, das Problem in den Griff zu bekommen. Er gibt weiter zu bedenken: „Der Einzelhändler kann gar nicht beeinflussen, was die Kunden mit den Tüten vor der Tür machen.“
Unklar ist, warum so viele Kunden die braunen Papiertaschen sofort nach dem Verlassen des Ladens wegwerfen. Vermutungen, dass die Henkel zu schnell reißen, bestätigte ein „Test“ der WAZ nicht. Die Tüten in den Mülleimern waren ganz.
Primark bietet der Stadt Gespräche an
Dennoch erklärte ein Primark-Sprecher: „Wir ziehen es in Betracht, die Größe und die Qualität der Tragetaschen zu optimieren.“ Die Mitarbeiter seien jedoch „intensiv“ geschult worden, wie die Taschen zu befüllen seien. Damit sei sichergestellt, dass stets die „optimale Taschengröße für die jeweilige Anzahl der Kleidungsstücke genutzt wird“, heißt es weiter. Die beauftragte Reinigungsfirma sei zudem angewiesen, umherliegende Tüten zu entsorgen.
Primark geht auf die Stadt zu, bietet Gespräche an. „Wir würden uns gerne mit der Stadt zusammensetzen, um eine gute Lösung zu finden“, so der Sprecher.
Heistermann regt dagegen an, in der Innenstadt mehr Mülleimer aufzustellen. „Unabhängig von Primark landen bei mir hin und wieder Beschwerden, dass es in der City nicht sauber ist“. EBE-Sprecherin Hellenkamp lehnt ab: „Wir haben bereits eine vernünftige Anzahl.“

17:45
Komisch, ich dachte immer, die ganzen Kids und Teenies tragen die "Primarni"-Tüten mit Stolz.
18:03
Sorry,
datt können die Alten, über 80 Jahre, noch besser,
die schlechtesten Vorbilder aller Zeiten.
Mein Standardspruch wenn ich die dabei erwische!
im ersten und zweiten Weltkrieg hat eure Generation Europa zerstört und jetzt müllt ihr uns hier auch noch ein!
08:16
Das ganze Problem ist nicht Primark, sondern die ständig anwachsende Junk-Generation.
Öffentlicher Raum scheint für diese Egomanen ein einziger unendlich großer Mülleimer zu sein. Und die Orte, wo sich diese Typen vermehrt bewegen bzw. aufhalten lassen sich an der Anzahl der Kaugummiflecken auf Wegen und Plätzen erkennen.
07:00
Unklar ist, warum so viele Kunden die braunen Papiertaschen sofort nach dem Verlassen des Ladens wegwerfen. Vermutungen, dass die Henkel zu schnell reißen, bestätigte ein „Test“ der WAZ nicht. Die Tüten in den Mülleimern waren ganz.
Weil die Henkel zu schnell reißen???????????????? LAch!
Genau wie mein Vorschreiber es festgestellt hat! Wer will denn mit so einer Assi Tüte gesehen werden????
KEIN MENSCH! Aus diesem Grund wirft Sie jeder weg! Wie wäre es denn, wenn man beim EInkauf fragt ob man eine Tüte möchte??? Und schon ist das Problem gelöst!
Glückauf!
P.S. Wenn mir einer ne blau weiße Tüte gibt hau ich die auch gleich in die Tonne! Will doch keiner mit gesehen werden!
Nur für die Statistik: 23 Fragezeichen.
Mein Gott, das muss ein geringes Selbstbewusstsein sein, dass einem Licht erlaubt, zuzugeben, wo man einkauft.
00:31
Warum die Kunden die primak-Tüten entsorgen?
Wohl noch nich hingeschaut?
Wer will denn mit dieser Assi-Tüte sich zeigen.
Also kommt der Einkauf direkt in die H&M oder ESPRIT-Tüte!
Genau so handeln die Kids! Billig kaufen aber dann den dicken Max machen!
Mir persönlich wäre es peinlicher, gesehen zu werden, wie ich die grade gekaufte Ware vor dem Laden in eine Prollotüte umpacke. Aber ist das Problem wirklich die Tüte und deren Herkunft? Was sagt es denn aus, wenn ich Kleidung oder Tüten von Kik, Primark und Konsorten trage, bin ich deshalb minderwertiger als andere?
22:58
Knöllchen verteilen... Jeden Tag aufs Neue. Das muss sich doch rechnen...
Warum kommen unsere Stadtoberen nicht auf diese Idee? Ach! Das wäre ja Arbeit.
Die Idee hat was.
22:21
Ganz Essen ist zugemüllt. Pizzakartons, Pommesschalen und auch diese komischen Kaffeebecher mit Deckel sind in der ganzen Stadt zu finden. Niemand fühlt sich für nichts mehr verantwortlich.
18:38
meiner meinung nach ist die stadt schuld.
stellt an jeden ausgang ein paar uniformierte, die mal schön nen extra kassenzettel mit anzeige verteilen, für "verlorene" tüten und alles ist in ordnung.
kasse voll und der müll bleibt weg.
18:29
Vielleicht sollten die Käufer lieber die Tüten anziehen und die Billigklamotten wegschmeißen? So hören sich die Kommentare hier an. Ich kenne den Laden zum Glück nicht.
18:26
Warum nur so negativ? Für mich, als Aasfresser wichtig, dass die Billig-Fress, Billig-Klamo, Billig-E-Schrott-Vertreiber mittelfristig auf teure Hinweisschilder verzichten können und diesen Preisvorteil auch an den Müllkosumenten für die Entsorgung weiterleiten.
Das Konzept, nähert man sich so einer Müllvertriebsgesellschaft, nimmt die Menge seiner Exkremente überproportional zu und der geneigte Allesverwerter erkennt, yeah, ich habe das Ziel erreicht.
So nach dem Motto: "Asi-Tüte passt zum Asi-Einkäufer!", richtig???