Preisträgerin Hélène Grimaud spielt Wassermusik

Bekommt in diesem Jahr den Preis des Klavierfestivals Ruhr: Hélène Grimaud.
Bekommt in diesem Jahr den Preis des Klavierfestivals Ruhr: Hélène Grimaud.
Foto: waz
Das Klavierfestival Ruhr präsentiert ab April Pianisten von Weltrang. In Essen gehört die Bühne vor allem Jazz-Weltstars wie Chick Corea und Herbie Hancock.

Essen.. 64 Konzerte in 20 Städten, 86 Pianisten aus 21 Ländern, und das konzentriert über knapp elf Wochen verteilt – mehr Klavierkunst auf einen Fleck ist kaum möglich als beim Klavierfestival Ruhr. Das international renommierte Tasten-Treffen ist in diesem Jahr aufgrund des pünktlichen Ferienstarts in NRW früh dran. Bereits am 17. April beginnt das Festival im Duisburger Landschafts-Park und findet sein Finale am 11. Juli mit einem besonderen Programm-Extra in der Philharmonie. Dort geben die Jazz-Heroen Chick Corea und Herbie Hancock in Essen das einzige Deutschlandkonzert ihrer Welttournee.

Überhaupt kommen Jazz-Freunde in Essen in diesem Jahr ganz besonders auf ihre Kosten. Neben dem Duo Corea- Hancock hat sich mit Wolfgang Haffner, Dieter Ilg und Frank Chasenier ein echtes Dreamteam formiert, das die Bühnen-Rückkehr des genialen Baritons Thomas Quasthoff begleitet. Der gefeierte Sänger, der 2012 eigentlich seine Karriere für beendet erklärt hatte, kommt mit „The Song is You“ am 3. Juni in die Philharmonie. Und noch ein Leckerbissen der Reihe JazzLine: Michel Camilio, ein Stammgast des Festivals, gibt sich in diesem Jahr mit der Kölner WDR Big Band die Ehre (17. Juni).

Russische Virtuosen

Große Namen, große Werke: Die Reihe „Russische Virtuosen“ bringt Klavier-Stars wie Mikhail Pletnev (19. Mai), Denis Matsuev (2. Juli) und Arcadi Volodos (11. Mai) in die Philharmonie. Letzterer wird den Schubert-Gipfel des Festivals mit dessen musikalischem Vermächtnis, der Sonate B-Dur bereichern. Ein Werk, das beim diesjährigen Festival gleich von drei großen Pianisten interpretiert wird.

Das Klavierfestival Ruhr ist ohne die große Martha Argerich kaum vorstellbar. Zum 17. Mal ist sie nun schon dabei und wie zuletzt gewohnt in Begleitung von langjährigen musikalischen Freunden. Mit dem Cello-Star Mischa Maisky kommt sie am 3. Juli in die Philharmonie. Die Frau, die Beethoven, Brahms und die Wölfe liebt, spielt in diesem Jahr Wassermusik. Hélène Grimaud bekommt am 28. Mai den „Preis des Klavier-Feistvals Ruhr“ und bedankt sich mit einem Programm, das sprudelt und gluckst und mit Brahms Sonate Nr. 2 fis-Moll nach der Pause weiterfließt.

Neue Töne an neuen Orten: In der Mischanlage der Kokerei Zollverein startet am 8. Mai erstmals das „Piano Clubbing“ . Klavier trifft auf Elektronik Set, wenn der Pianist, Komponist und Grenzgänger Francesco Tristano spielt und später auch zum Tanz bittet. Besonderes Augenmerk gilt auch der Jugend. Der traditionsreiche Wettbewerb „Ausgezeichnete Kinder“ wird am 14. Mai in der Philharmonie gefeiert. Guido Hammesfahr moderiert.

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