Potpourri der Jugendkultur findet viele Fans

Auch wenn nur 13 300 Besucher zeitgleich auf dem Gelände sein durften: Insgesamt waren es den gesamten Tag über fast doppelt so viel Besucher, die zum Pfingst Open Air ins Löwental gekommen sind: 25 700 Musikfans wollten laut Marcus Kalbitzer vom Rockförderverein am Pfingstmontag Bands wie „Genetikk“, „Turbostaat“ oder „Adam Angst“ hören.

Am Anfang war es noch ruhig...

Am Anfang ist es noch verhältnismäßig ruhig: Manch ein Unentschlossener mag sich noch vom morgendlichen Regen verunsichert lassen haben, so dass sich die grüne Wiese zu Beginn nur zögerlich füllte. So hätten die Jungs von „Roxopolis“ um 13.30 Uhr ihre Fans noch persönlich begrüßen können.

Schneller als die große Bühne füllt sich die elektronische Wiese: Bereits um 15 Uhr tanzt eine beachtliche Menge ausgelassen zu den rhythmischen Repititionen, die Professional Gigolo aus dem Plattenteller holt und freut sich über die Sonnenstrahlen, die sich zeitweise durch das derzeit noch dichte Wolkenfeld kämpfen.

Doch langsam tut sich auch einiges vor der Hauptbühne. Nach dem cleveren, deutschsprachigen Alternative-Pop von „Samotta“ sind es „The Tidal Sleep“, die das Bedürfnis vieler Punkrock orientierter Fans nach härterer Gangart erfüllen: Zumindest die röhrende Stimme des Frontmanns bietet Hardcore erster Güte und bildet damit einen interessanten Kontrast zum fast melancholischen Gitarrenspiel.

„Adam Angst“ legen dann mit progressiven Texten und harten Riffs den Beleg dafür vor, warum Felix Schönfuss’ Band zu den größten Hoffnungen am deutschsprachigen Punkrock-Himmel gehört.

Die junge Band hat offenbar schon jetzt eine Menge Fans: Während ihres Auftritts greift der Einlass-Stopp - voller darf’s nun nicht mehr werden.

Wer sich was zu essen holen will, muss spätestens jetzt Geduld aufbringen: Wartezeiten von 45 Minuten oder länger sind keine Seltenheit vor den Food-Trucks.

Da muss man den Auftritt der poppiger angehauchten „Blaudzun“ und „Leslie Clio“ verpassen, will man den Schredder-Punk alter Schule von „Turbostaat“ oder das rhythmische Maskentheater von „Genetikk“ noch mitbekommen.