Polizei will Hogesa-Demo verbieten

Essens Polizeiführung will die für den 18. Januar auf dem Willy-Brandt-Platz angemeldete Demonstration der so genannten „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) auf jeden Fall verbieten. Wie sonst ließe sich nachvollziehen, dass auch gestern noch keine offizielle Erklärung über die Marschrichtung aus dem Präsidium an der Büscherstraße kam. „Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen“, hieß es lapidar. Man gibt sich offenbar viel Mühe, ein Veto zu formulieren, dass möglichst Bestand hat, sollten die Anmelder im Falle einer Absage vors Verwaltungsgericht ziehen. Den Beobachtern in der Essener Behörde ist übrigens die Videobotschaft eines Privatmannes im Internet zur Hogesa-Demo nicht entgangen: „Wenn wir Terror haben wollen, machen wir ihn selber – und das tun wir jetzt“, heißt es da mit Blick auf den 18. Januar. Eine solch gewaltige Ansage, so ist aus Behördenkreise zu hören, könnte durchaus ein schlagendes Argument in einem Verfahren sein, das die öffentliche Sicherheit in den Mittelpunkt stellt. Was selbst Hogesa-Anhängern klar geworden sein dürfte – inzwischen ist der Streifen nicht mehr zu sehen.