Polizei ermittelt nach Feuer auf Zollverein wegen Brandstiftung
05.04.2011 | 22:43 Uhr 2011-04-05T22:43:00+0200
Essen.Nach dem Brand des Architektur-Projekts "Haus auf Zeit" auf Zollverein ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Ein technischer Defekt könne ausgeschossen werden. Erst um 15 Uhr waren sämtliche Löscharbeiten erledigt.
Bis Ende 2011 sollte das Papierhaus auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen stehenbleiben – am Dienstagabend fand dieses Architektur-Projekt auf Zeit allerdings ein jähes Ende: 550 Altpapierballen gingen in Flammen auf, die Feuerwehr ist wohl noch bis Mittwochnachmittag damit beschäftigt, die Stapel mit Unterstützung eines THW-Radladers auseinanderzuziehen, um an die Glutnester heranzukommen. Zwischenzeitlich brannte durch Funkenflug auch ein direkt angrenzendes Waldstückchen. Am Morgen waren rund 75 Prozent der Papierballen abgetragen und abgelöscht. Schwierig sei, dass das Feuer an einigen Stellen immer wieder auflodere. An einem benachbarten Gebäude platzten durch die starke Hitzeentwicklung Fensterscheiben.
Noch kein Verdacht auf Brandstiftung
Der begehbare Bau aus Papier war rund 250 Quadratmeter groß, sechs Meter hoch – und nach hinten offen. „So konnten Windböen das Feuer immer wieder anfachen“, erklärt Mike Filzen, Sprecher der Essener Feuerwehren. Zum Schutz gegen die Witterung war das Gebäude zudem imprägniert, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte. In der Spitze waren bis zu 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW vor Ort. Noch in der Nacht machten sich Ermittler der Kripo auf den Weg zum Brandort. Sie ermittelt nun wegen Brandstiftung, wie die Pressestelle der Polizei mitteilte. Ein technischer Defekt könne ausgeschlossen werden. Zeugen, die am Dienstagabend ab 19 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel.: 0201 / 8290 zu melden. Eine fahrlässige Brandstiftung, etwa durch eine weggeworfene Zigarette, schließt Polizeisprecher Lars Lindemann nicht aus. "Das Gelände ist für jeden frei zugänglich. Jeder hätte ohne Probleme in die Nähe des Gebäudes kommen können."
Das Papierhaus war ein Beitrag zu einem 2007 von der Entwicklungsgesellschaft Zollverein ausgerufenen Architekturwettbewerb mit dem Titel „mobile working spaces – Temporäre Bauten als Raumangebote für Gründer“. Feuer auf Zeche Zollverein, "Haus auf Zeit" ein Raub der Flammen, Fortschreibung
20:08
@12: Das Ding war nicht brennbarer als das Haus in dem Sie wohnen. Ist Ihr Haus auch eine Einladung für jeden Pyromanen? Oder wollten Sie auch nur einen weiteren unqualifizierten und informierten blödsinnigen Kommentar abgeben?
18:27
Echt ne Schweinerei. Hoffentlich finden se den.
15:49
Das Haus war ein Entwurf eines Oberhausener Architektenbüros und wurde für das Projekt Kulturhauptstadt errichtet. Es sollte den Nachweis erbringen, dass nur vorübergehend genutzte Gebäude für Großveranstaltungen aus recycelfähigem Material gebaut und später wieder abgebaut werden können.
Das ist ja dann auch so geschehen... ;-)
15:45
sowas ist ja wirklich gradezu eine einladung für jeden pyromanen. nicht das ich es tun würde, auf keinen fall!!! aber wenn ich so nen riesen haufen papier sähe würde mir so ein gedanke sicher auch kommen
15:43
Nicht alles, was mit Architektur, Kultur, Kunst, Alltag etc. zu tun hat, ist ein Ruhr-2010-Projekt, nur weil 2010 das Jahr der Kulturhauptstadt war.
Hier zum Nachlesen das komplette Programm des Ruhr-2010-Jahres das Haus auf Zeit ist darin kein Projekt:
http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/fileadmin/user_upload/ruhr2010.de/documents/8._Services/Publikationen/Jahresprogramm_webPDF.pdf
15:29
Zur Info bzgl. ob es ein Ruhr2010 Projekt war:
Quelle WDR:
Das Haus war ein Entwurf eines Oberhausener Architektenbüros und wurde für das Projekt Kulturhauptstadt errichtet. Es sollte den Nachweis erbringen, dass nur vorübergehend genutzte Gebäude für Großveranstaltungen aus recycelfähigem Material gebaut und später wieder abgebaut werden können.
15:11
Wer glaubt, im Essener Norden ein Papierhaus bauen zu können, ohne dass da Jugendliche zündeln, der ist wirklich leichtgläubig. Da fehlen einem wirklich die Worte.
14:53
Lesen die Kommentatoren hier eigtl die Artikel, die sie kommentieren? Oder poltern hier alle gleich völlig unqualifiziert und sinnfrei drauf los??
Erstens: Das Haus war das Ergebnis eines bereits 2007 ausgerufenen Architekturwettbewerbs und kein 2010-Projekt.
Zweitens: Wenn jemand vorsätzlich und mutwillig Feuer legt, dann brennt JEDES Gebäude ab. Das hat nichts mit Projekten oder Kulturhauptstadt oder Genehmigungen oder Brandschutz oder sonst was zu tun!
Bei manchen Leuten kann ich echt nur noch den Kopf schütteln!
14:27
darf man denn so viel verlockend brennbare materialien an einem ort lagern? kinder, kinder...
14:02
Warmer Abbruch???