Politik hilft bei Multi-Anlage in Essen-Frintrop

Werner Flötgen (SC Frintrop) und Uwe Mandel (Diakoniewerk Essen, Haus Baasstraße) vorne (v.l.) soqwie Frank-Michael Schumacher, Günter Kropp und Werner Engels (alle SC Frintrop; hinten v.l.) sind Partner am Schemmannsfeld in Unterfrintrop. Die Sportanlage soll in eine behindertengerechte Sport- und Begegnungsstätte umgebaut werden.
Werner Flötgen (SC Frintrop) und Uwe Mandel (Diakoniewerk Essen, Haus Baasstraße) vorne (v.l.) soqwie Frank-Michael Schumacher, Günter Kropp und Werner Engels (alle SC Frintrop; hinten v.l.) sind Partner am Schemmannsfeld in Unterfrintrop. Die Sportanlage soll in eine behindertengerechte Sport- und Begegnungsstätte umgebaut werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der SC Frintrop will für 1,8 Millionen Euro die alte Anlage am Schemmannsfeld in eine behindertengerechte Sport- und Begegnungsstätte verwandeln.

Essen-Frintrop..  Der „Leuchtturm“ des SC Frintrop ist ein Stück gewachsen: Mit 10 000 Euro unterstützt die Bezirksvertretung (BV) IV das ambitionierte Projekt des Vereins, die Anlage Schemmannsfeld in eine Sport- und Begegnungsstätte für behinderte und nicht behinderte Menschen umzubauen.

Es ist sicherlich eines der mutigsten Projekte, das in den vergangenen Jahrzehnten in dieser Stadt von rein ehrenamtlicher Hand angestoßen wurde: Insgesamt rund 1,8 Millionen Euro wollen die Frintroper in ihre Heimat am Schemmannsfeld investieren. Eine Sporthalle soll wachsen, ein großes Fußballfeld und ein Kleinspielfeld sollen Kunstrasen erhalten. Kletterwand, Schaukel- und Wipplandschaft, Bogenschießbahn, multifunktionale Rasenfläche, Bodentrampoline, ein Fitness-Parcours und vieles mehr sollen Menschen jeden Alters auf die Anlage locken. Das Vereinshaus soll renoviert und mit professioneller Gastronomie, konferenzfähigen Gesellschaftsräumen und mehr belebt werden. Und noch dazu wird man mit dem Partner, dem Diakoniewerk Essen den Behindertensport ausbauen (wir berichteten).

10 000 Euro als Anschubfinanzierung

Da muss man erstmal Luft holen. Haben doch Jahr für Jahr Sportpolitiker und Wolfgang Rohrberg, Vorsitzender des Essener Sportbundes, alle Hände voll zu tun, die knappen Mittel im Sportbereich unter die Vereine zu verteilen – ohne, dass es ein großes Hauen und Stechen gibt. „Wir stehen mit unserem Vorhaben völlig außerhalb dieses Prozesses. Die Stadt unterstützt uns mit der Fläche und der Planung, den Rest werden wir selbst heranschaffen“, wiederholte der Vereinsvorsitzende Werner Engels vor den Bezirksvertretern das Mantra, das er in den vergangenen Monaten schon häufig heruntergebetet hat und noch viel häufiger wiederholen wird. 1,8 Millionen Investitionskosten, kalkulierte 60 000 Euro Betriebskosten im Jahr: Mit ihren Plänen spielen die Frintroper längst nicht mehr in der Regionalliga, in ganz Deutschland gibt es nicht viel Vergleichbares.

Kooperation mit dem Diakoniewerk Essen

Was wie ein Luftschloss aussieht, hat bereits erste Fundmanente bekommen. „Wir haben die Zusage der Essener Arbeits-Beschäftigungsgesellschaft über Manpower im Wert von rund 200 000 Euro. Der Landschaftsverband Rheinland hat eine umfangreiche Unterstützung angedeutet, viele Stiftungen haben großes Interesse signalisiert“, führte Engels aus. Die Partner vom Diakoniewerk Essen, der SC kooperiert seit Jahren im Behindertensport mit dem benachbarten Haus Baasstraße, nimmt mit dem Projekt bei der „Aktion Mensch“ teil. Und auch sonst schlägt den Frintropern viel Sympathie für ihr Vorhaben entgegen, mit dem sie den Niedergang von Unterfrintrop stoppen wollen. Die Politiker vor Ort haben sie überzeugt.