Pico-Bello-Aktion: Essen wird wieder aufgeräumt

Breites Pico-bello-Bündnis (v.l.): Ghassan Remmo (Libanesische Familienunion), Susanne Wilde (Geno-Bank), Janina Krüger (Ehrenamt Agentur), Dagmar Barkhofen (Bigwam), Rolf Friesewinkel (EBE), Klaus Barkhofen, Christian Kreis (beide BIigwam) , Bettina Hellenkamp (EBE), Markus Rüdel (Ruhrverband), OB Thomas Kufen und Olaf Frei (Evag).
Breites Pico-bello-Bündnis (v.l.): Ghassan Remmo (Libanesische Familienunion), Susanne Wilde (Geno-Bank), Janina Krüger (Ehrenamt Agentur), Dagmar Barkhofen (Bigwam), Rolf Friesewinkel (EBE), Klaus Barkhofen, Christian Kreis (beide BIigwam) , Bettina Hellenkamp (EBE), Markus Rüdel (Ruhrverband), OB Thomas Kufen und Olaf Frei (Evag).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Pico-Bello-Aktion der Stadt Essen geht in das elfte Jahr. Die Ehrenamt-Agentur bittet wieder alle Bürger, zu Müllsack und Zange zu greifen.

Essen.. 13.824 – diese Zahl möchten die Organisatoren der diesjährigen Pico-Bello-Aktion auf jeden Fall erreichen, wenn nicht sogar übertrumpfen. Denn so viele Essener Bürger hatten sich im vergangenen Jahr für den Sauberzaubertag angemeldet, „und schon das war ein Rekord“, sagt Janina Kröger von der Ehrenamt-Agentur, die die große Aufräumaktion, die am Samstag, 12. März bereits zum 11. Mal stattfindet, koordiniert.

Alte Reifen, kaputte Waschmaschinen, Matratzen, Fernseher, Elektromüll und Unmengen von Kleinmüll – Jahr für Jahr tragen die ehrenamtlichen Müllmänner, Müllfrauen und Müllkinder über 10.000 Müllsäcke und unzählige Ladungen Sperrmüll zusammen. „Das ist wirklich beeindruckend“, sagt Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, der als Schirmherr bei den Bürgern für eine rege Teilnahme an der stadtweiten Aktion wirbt: „Jeder kann zur Zange greifen!“ Aus eigener Erfahrung weiß das Stadtoberhaupt, dass „gemeinsames Aufräumen auch immer mit viel Spaß verbunden ist“.

Bereits in der ersten Woche nach Anmeldebeginn hätten schon über 4000 Bürger ihre Teilnahme zugesagt, so die Ehrenamt-Agentur. Wie immer sind besonders viele Schulklassen und Kitas vertreten. „Manche Schulkinder sind mit der Pico-Bello-Aktion groß geworden, sind schon seit ihrer Kindergartenzeit dabei“, weiß Janina Kröger.

Aber auch viele Vereine und Initiativen, wie die Bürgerinitiative „Bigwam“ und die libanesische Familienunion machen mit. „Wir sind zum zweiten Mal dabei und wollen zeigen, dass uns die Umwelt und unsere Stadt am Herzen liegt“, sagt deren zweiter Vorsitzender Ghassan Remmo, der viele seiner Landsleute mobilisieren möchte, anzupacken.

Logistisches Rückgrat des Aufräumtages sind, wie gehabt, die städtischen Entsorgungsbetriebe (EBE). Sie fahren nicht nur den angesammelten Unrat weg, sondern verteilen auch Säcke, Zangen und Handschuhe an die Gruppen. „Sammeln Sie so viel sie können, wir holen es ab“, lautet die Parole der EBE, die Pressesprecherin Bettina Hellenkamp formuliert.

Hauptziel der Aktion sind vor allen Flächen und Orte, die von den Entsorgungsbetrieben nicht regelmäßig gereinigt werden – nicht, weil es den städtischen Entsorgern an Kapazität fehle, sondern weil diese Flächen sich meist in Privatbesitz befänden, ergänzt EBE-Prokurist Rolf Frieswinkel.

Die Anregungen, wo aufgeräumt werden soll, kommen von den ehrenamtlichen Helfern selber. „Wir geben nichts vor“, sagt Janina Kröger, „denn wir wissen, dass die Essener Bürger am besten beurteilen können, wo die Dreckecken in ihrer Nachbarschaft sind.“

Interessierte können sich bei der Ehrenamt Agentur , 839 14 90, oder info@ehrenamtessen.de anmelden. Anmeldeformulare: www.ehrenamtessen.de

Anmeldeschluss ist der 19. Februar. Schulen und Kindergärten können ihre Aufräumaktion eine Woche vor oder nach dem offiziellen Sauberzauber-Tag machen (7. - 18. März).

Alle Teilnehmer, die einen Pico-Bello-Button vorzeigen, haben am Aktionstag bei der Evag freie Fahrt (nicht in S-Bahnen); das Möbelhaus Kröger verlost unter den Teilnehmern Einkaufsgutscheine.