Personal-Querelen auf Zollverein gehen weiter

Das Personalkarussell auf dem Welterbe Zeche Zollverein dreht sich weiter. Wie die WAZ aus mehreren Quellen erfuhr, hat der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dietrich Goldmann, sein Amt zur Verfügung gestellt. Der ehemalige Allbau-Chef dürfte damit die Konsequenzen aus dem gescheiterten Versuch gezogen haben, den Vorstand der Stiftung Zollverein neu zu besetzen.

Wie berichtet, war auf Zollverein zuletzt darüber diskutiert worden, die Verträge der bisherigen Stiftungs-Vorsitzenden, Hermann Marth und Jolanta Nölle, im Mai nicht zu verlängern. Nachdem die für den Vorstandsposten hoch gehandelte Nachfolgerin Milena Karabaic, bislang Dezernentin für Kultur und Umwelt beim Landschaftsverband Rheinland, allerdings kurzfristig wieder abgesprungen war, gilt das Vorhaben bis auf weiteres als gescheitert. Marths Vertrag wurde dem Vernehmen nach mittlerweile um drei Jahre verlängert, im Fall Nölles laufen noch Verhandlungen.

Die desaströs verlaufene Debatte im Ringen um die künftige Zollverein-Führungsspitze wird nicht zuletzt Dietrich Goldmann angelastet. Über seine Nachfolge soll in Kürze entschieden werden.