Parteien streiten über Sponsoring

Die Ankündigung der Stadtwerke und der Allbau AG, ihr finanziellen Mittel für das Sponsoring zu reduzieren, treibt die Politik weiter um.

Der Schaden sei höher als der Nutzen, kritisiert die Linke. So machten die geplanten Kürzungen beim Allbau in Höhe von 120 000 Euro gerade 0,004 Prozent der Gesamtschulden der Stadt von rund drei Milliarden Euro aus. „Wir reden hier noch nicht einmal über ein Tröpfchen auf dem heißen Stein“, kommentiert die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. Nachhaltiger wäre es, die strukturellen Ursachen für die hohe Verschuldung der zu beseitigen, so die Linke.

Auch die FDP fordert Vereine und Institutionen nicht durch sinkendes Sponsoring im Stich zu lassen. „Bricht die Arbeit der Sportvereine und Kulturinstitutionen heute weg, fällt uns dies in einigen Jahren im Bereich der Jugendhilfe wieder vor die Füße“, so Fraktionschef Hans-Peter Schöneweiß.

Die „Partei-Piraten“ begrüßen die Kürzungen hingegen. Überschüsse der Tochtergesellschaften müssten allen zu Gute kommen. Kommunale Gelder über Sponsoring der Verfügungsgewalt der Stadt zu entziehen und lediglich als Wohltaten an Einzelne zu verteilen, lehnen wir ab“, so Fraktionschef Kai Hemsteeg.