Parteien stimmen Folkwang-Folgekosten zu
23.06.2009 | 15:10 Uhr 2009-06-23T15:10:00+0200
Essen. Die beträchtlichen Folgekosten für Betrieb und Instandhaltung des neuen Museums Folkwang werden aller Voraussicht nach den politischen Segen des Stadtrats bekommen.
Aus den Fraktionen ist zwar mancherorts Stöhnen zu vernehmen über die neuen Millionenlasten für den desolaten Essener Haushalt, zum Eklat will es gleichwohl niemand kommen lassen.
Wie die Stadtverwaltung in der vergangenen Woche erstmals genau vorrechnete, schlägt der von der Krupp-Stiftung gespendete 55-Millionen-Euro-Neubau an der Goethestraße mit höheren Folgekosten zu Buche als erwartet. Es muss mit jährlichen Unterhaltungs- und Betriebskosten von bis zu sieben Millionen Euro gerechnet werden. Darin enthalten ist eine Instandsetzungsrücklage von 1,4 Millionen Euro, die für größere Schäden an Dach und Fach verpflichtend auf einem Treuhandkonto angespart werden muss. Darauf hatte die Krupp-Stiftung bestanden.
3,9 Millionen Euro mehr pro Jahr
Im Vergleich zu den bisherigen Museumskosten an der Goethestraße müsste die Stadt künftig pro Jahr bis zu 3,9 Millionen Euro mehr aus ihrem Haushalt für den neuen größeren Folkwang-Bau bereitstellen. Allein das sogenannte Facility Management, das Dienstleistungen wie Kasse, Garderobe, Sicherheit oder Hausmeister umfasst, könnte erheblich teurer werden. Hier will die Stadtverwaltung jedoch längst nicht alle Leistungen fremd vergeben, sondern möglichst viele eigene Mitarbeiter beschäftigen.
„Wir erhalten deutlich mehr Museumsangebot für weniger Kosten pro Quadratmeter”, erklärt Heribert Piel, Fraktionsgeschäftsführer der CDU. Die Instandsetzungsrücklage entlaste zudem künftige Generationen. Seine Fraktion werde deshalb Ja zu den Folkwang-Folgekosten sagen. Auch Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionssprecherin der Grünen, sieht die Zustimmung zum Verwaltungspaket als alternativlos an. Gleichwohl hätte sie sich ähnliche Instandhaltungs-Fürsorge wie beim Museum auch für städtische Liegenschaften wie Sportplätze oder Schulen gewünscht.
Reinhard Paß, Oberbürgermeister-Kandidat der SPD, signalisiert Zustimmung seiner Fraktion, kündigt aber „einige kritische Fragen” zu den beträchtlichen Kosten für das Facility Management an.
19:38
Das ist genau so ein Mist wie der Saalbau. Die normale Familie kann es sich nicht leisten und die Bonzen von den Vorzeigefirmen in Essen erhalten reichlich Freikarten, weil man ja die wichtigen Leute kennt und schmiert.
23:11
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22:45
Schade, daß Sie meinen Artikel editiert haben. Es ist nicht leicht, Kritik an Mitarbeitern im eigenen Haus zu ertragen, besonders dann, wenn es stimmt.
10:24
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09:48
Solange wir verknöcherte Verwaltungsangestellte in den Fraktionen sitzen haben, solange Wirtschaftsfremde Blindgänger die Geschäfte der Stadt führen, wird sich nichts ändern.
Aber wir dürfen nicht meckern,jeder hat die Möglichkeit in eine Partei zu gehen und etwas zu verändern, es brauch zwar Zeit aber es geht.
Die einfachste Art ist, auf jedenfall Wählen gehen,nicht die großen,nein, die Aussenseiter!
09:32
Warum kann ein Journalist Kosten und Rücklagen nicht auseinanderhalten. Wenn 1,4 Mio. € Rücklagen gebildet werden, ist das Geld nicht ausgegeben. Das Geld ist nur nicht im laufenden Haushalt zur Verfügung, und das ist gut so, denn sonst kommt irgendwann das böse Erwachen und eine Stiftung muss einspringen.
Wenn 2,5 Mill. € höhere Betriebskosten kalkuliert werden, kann es auch gut sein, dass alte Ansätze jetzt nicht mehr richtig sind. Man vergleiche z.B. die Energiekostensteigerung in den letzten Jahren.
09:00
das Folkwang-Museum ist ausnahmsweise mal ein positiver Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010. Wie schon #3 erwähnte, sollte dieses Angebot auch entsprechend genutzt werden. Das unsere liebe Stadt bei Folge- und Unterhaltungskosten einige Probleme beim Rechnen hat, ist ja hinlänglich bekannt. Und das Vorzeigeobjekte auch gern mal schöngerechnet werden auch. Aber der Unterhalt eines Folkwang-Museums ist allemal lohnenswerter als eine neue Rathaustür.
22:43
als wenn das alles nicht vorher bekannt gewesen wäre........hier werden wir wieder einmal vera.-.....
20:19
Kunst ist auch eien Art der Bildung. Kinder und Jundliche sollten einen Besuch im Folkwang und der Zeche Zollverein im Pflichtprogramm haben.
20:00
Und die Folgen veranschaulicht # 1 beeindruckend.