Parteieintritt nur mit Bürgschaft

Ende des vergangenen Jahres stand für den SPD-Ortsverein Werden/Bredeney noch ein besonderer Termin an. Im Rahmen der Weihnachtsfeier wurde Johannes Beukenbusch für 60 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Die Laudatio hielt der Landtagsabgeordnete Peter Weckmann. „In Parteien wie auch in Vereinen sind es diese langjährig Aktiven, die das Vereins- bzw. Parteileben mit Herzblut und viel zeitlichem Engagement aufrecht erhalten“, so Weckmann.

Als Straßenbahner im Betriebsrat

Er ging unter anderem auf die Ereignisse des Jahres 1954 ein: Deutschland wurde mit Helmut Rahn beim „Wunder von Bern“ Fußballweltmeister, mit Namen wie Bill Haley und Elvis Presley begann der weltweite Siegeszug des Rock’n Roll und das Kindergeldgesetz wurde verabschiedet.

Johannes Beukenbusch engagierte sich als Straßenbahner im Betriebsrat, war dort lange Zeit stellvertretender Vorsitzender und engagierte sich auch in der Betriebsgruppe EVAG der SPD. Eingetreten ist er seinerzeit in den Distrikt Borbeck-Mitte. Dort fing er als Hauptkassierer an, wurde später Disktriktsvorsitzender. Seinerzeit brauchte man einen Bürgen für den Eintritt in die SPD, außerdem musste er sich noch den Fragen einer Kontrollkommission in der Parteigeschäftsstelle stellen. Das war 1953. Es sollte bis Mai 1954 dauern, bis ihm seitens der Partei bescheinigt wurde „ein anständiger Kerl zu sein“ und seiner Mitgliedschaft nichts mehr im Wege stand.

Seine Ehrenurkunde konnte Johannes Beukenbusch aus den Händen von Peter Weckmann und dem Ortsvereinsvorsitzenden Reinhold Schulzki entgegennehmen.

„Es stimmt mich froh und hoffnungsvoll, dass es immer noch Mitglieder gibt, die unserer Partei so lange die Treue halten. Natürlich nicht ohne manchmal den Gedanken an einen Austritt zu haben, dem aber glücklicherweise vielmehr Gründe entgegenstehen, dabeizubleiben“, so Schulzki abschließend mit einem Augenzwinkern.