Partei-Piraten fordern Hilfe statt Strafen

Allein der schnelle Ruf nach mehr Doppelstreifen für die Innenstadt geht nach Meinung der Partei-Piraten im Rat der Stadt genauso an der Realität vorbei wie mancher zuletzt geäußerte Verbesserungsvorschlag.

Ob die Beschallung des Heinrich-Reisner-Platzes mit klassischer Musik tatsächlich die gewünschte abschreckende Wirkung hat, lassen sie dahingestellt. Neben der langfristigen Debatte um Toilettenanlagen müsse eine kurzfristige Lösung her. Anstatt einen von Unternehmen finanzierten Toilettenwagen aufzustellen, wäre für die Partei-Piraten die Ausgabe von Wertmarken für die Nutzung der öffentlichen Anlage am Bahnhof schnell umsetzbar. „Solange man nicht auf die Menschen zugeht und Lösungswege erarbeitet, die von diesen Menschen auch angenommen werden, solange wird man sich leider an dieses Stadtbild gewöhnen müssen. Platzverbote verlagern das Problem nur kurzfristig“, sagt Nadine Melsa von den Partei-Piraten: „Anstatt mehr Doppelstreifen zu fordern oder Bänke abzubauen, sollte man sich erst über die Probleme, Ursachen und Bedürfnisse der Betroffenen informieren.“