Parkprobleme durch Polenmesse in Altendorf

Viele polnische Katholiken aus dem gesamten Stadtgebiet kommen zur Heiligen Messe nach Altendorf. Dementsprechend eng geht es auf den zugeparkten Straßen zu.
Viele polnische Katholiken aus dem gesamten Stadtgebiet kommen zur Heiligen Messe nach Altendorf. Dementsprechend eng geht es auf den zugeparkten Straßen zu.
Foto: WAZ
Sonntags herrscht Parkplatznot rund um die Kirche St. Clemens Maria Haufbauer an der Hirtsieferstraße.

Altendorf..  Deutsche Kirchengemeinden wären vielleicht froh, wenn sie dieses Problem hätten: Wenn Pater Jerzy Wiczorek sonntags zur polnischen Messe in die Kirche St. Clemens Maria Hofbauer in Altendorf bittet, dann ist die Kirche nicht nur rappelvoll, sondern es herrscht auch große Parkplatznot rund um die Hirtsieferstraße. So schlimm, dass die Polizei einschreiten müsste, ist es allerdings nicht.

Polizei: Keine erheblichen Verstöße

Dazu hatte ein Anwohner allerdings die Ordnungshüter anonym aufgefordert. „Es wird hier falsch geparkt, Straßen wie die Riemannstraße sind so mit Pkw zugestellt, dass fahrende Autos in diese Straßen nicht mehr einbiegen können, die Fahrzeuge werden einfach auf Gehwegen und in Vorgärten (!) und umliegenden Grünanlagen abgestellt“, heißt es in den – in aggressivem Ton gehaltenen – E-Mails, die auch der Redaktion vorliegen.

Das Problem ist dem Bistum Essen bekannt. Das bestätigt Michael Meurer, der für muttersprachliche Gemeinden zuständige Referent. „Die Gottesdienstbesucher kommen aus dem gesamten Stadtgebiet und nehmen weite Wege auf sich. Es mag sein, dass welche dabei sind, die sich nicht an Recht und Ordnung halten“, bestätigt er die Eindrücke. Anwohner sollten sich nicht scheuen, die Polizei zu rufen.

Der Bezirksdienst der Polizei hat sich bereits ein Bild vom sonntäglichen Verkehrschaos gemacht. „An zwei Sonntagen waren die Kollegen vor Ort“, berichtet Pressesprecherin Tanja Hagelüken. Das Ergebnis: „A: Es gibt ein hohes Verkehrsaufkommen. B: Diese erheblichen Verstöße haben sie nicht feststellen können.“

Dagegen sieht sich das Ordnungsamt nicht in der Lage, die Parkerei zu überwachen. Denn die Problemlage trete „ausschließlich sonntags in einem engen Zeitfenster auf. Sonn- und Feiertage zählen jedoch nicht zum Regeldienstplan der Verkehrsüberwachung, so dass Kontrollen nur sehr eingeschränkt stattfinden können“, also etwa bei Messen oder Weihnachtsmarkt, schreibt das Pressereferat der Stadtverwaltung.

Gleichwohl ist die polnische Gemeinde bestrebt, die Situation nicht eskalieren zu lassen. „Pater Wiczorek wird an den kommenden beiden Sonntagen in den Messen die Gemeindemitglieder auffordern, ihre Autos ordnungsgemäß zu parken“, kündigt Michael Meurer an.