„Park Sounds“ 2015 – Stadtgarten wird Klangwiese

Besucher bei den „Park Sounds“ 2013.  Bis zu 1000 Gäste haben sich schon an besonders schönen Abenden auf der Klang-Wiese zwischen Philharmonie und Aalto-Theater getummelt. Foto: Ulrich von Born
Besucher bei den „Park Sounds“ 2013. Bis zu 1000 Gäste haben sich schon an besonders schönen Abenden auf der Klang-Wiese zwischen Philharmonie und Aalto-Theater getummelt. Foto: Ulrich von Born
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Der Stadtgarten wird Ende Juni wieder zur musikalischen Spielwiese. Die „Park Sounds“ bieten elektronische Klänge bei entspannter Atmosphäre und freiem Eintritt.

Essen.. Wenn der Stadtgarten einmal im Jahr zum Soundgarden wird, sind die Essener gemeinhin leicht aus dem Häuschen zu bringen. Bis zu 1000 Gäste haben sich schon an besonders schönen Abenden auf der Klang-Wiese zwischen Philharmonie und Aalto-Theater getummelt, weiß Hein Mulders, Intendant von Aalto-Theater und Philharmonie, über seine beliebte „Vorgarten-Musik“ zu berichten. Nur Sturmtief Ela hat den 2011 ins Leben gerufenen „Park Sounds“ im vergangenen Jahr den Auftritt gründlich verhagelt.

Ein Jahr danach aber haben die ersten neu gepflanzten Bäume bereits Wurzeln geschlagen und auch für das Open-Air-Programm stehen die Zeichen wieder auf Grün. Vom 22. bis 26. Juni wird der Stadtgarten jeweils zwischen 20 und 22 Uhr bei freiem Eintritt zur Spielwiese für elektronische Klänge und Sound-Experimente aller Art.

Prof. Thomas Neuhaus, Leiter des Instituts für Computermusik und Elektronische Medien (ICEM) an der Folkwang Universität der Künste, und sein Kollege Prof. Günter Steinke haben den zwölf beteiligten Studenten der Kompositionsklassen bei der Zusammenstellung der aufgenommenen Sounds wie immer viel Spielraum gelassen.

Emanuel Wittersheim, der bereits seit 2011 dabei ist, weiß diese Freiheit zu schätzen. „Wir können hier auch unsere Lieblingsmusik spielen, denn eine bestimmte Zielgruppe gibt es ja nicht.“

Jugendliche und Rentner, oft mit Picknickkorb

Das Publikum reicht vielmehr vom Jugendlichen bis zum Rentner, vom Klassikfreund bis zum Clubbesucher, die oft mit Picknickkorb und entspannter Erwartung anrücken. Jeweils zwei Stunden schallt es aus den elf angebrachten Lautsprechern, an jedem Abend erwartet das Publikum eine etwas andere Klangfarbe. „Das kann Deichkind sein oder Stockhausen, und zwischendurch vielleicht auch mal ein Punk-Song“, skizziert Wittersheim die stilistische Bandbreite, die nicht nur aktuelle Techno-Sounds vorstellt, sondern viele Jahrzehnte und unterschiedliche Klangquellen künstlerisch mit einbezieht, erklärt Neuhaus, der begeistert ist, dass man so Mensch für elektronische Musik begeistern kann, die den Weg sonst vielleicht nicht in den Konzertsaal finden würden.

Avantgarde zum gemütlichen Abhängen, das zieht. Und für das Equipment sorgt Sponsor RWE, der wieder 100 Liegestühle und 60 Fatboys bereit gestellt und auch für 2016 bereits seine Unterstützung zugesagt hat, so Rainer Hegmann, Leiter der RWE Hauptregion Rhein-Ruhr, der für dieses Jahr eine Premiere verkündet. Erstmals wird das Unternehmen zusammen mit der Philharmonie eine Fotoaktion zum Freiluft-Ereignis ausschreiben. Die „Park Sounds“-Galerie wird am 22. Juni eröffnet.

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