Park-Ärger am Essener Hauptbahnhof soll bald Geschichte sein

Am Südeingang des Essener Hauptbahnhofs geht es derzeit etwas durcheinander zu.
Am Südeingang des Essener Hauptbahnhofs geht es derzeit etwas durcheinander zu.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Arbeiten an der Wache der Bundespolizei am Essener Hauptbahnhof sind fortgeschritten. Lästige Sperrung von Teilflächen soll bald aufgehoben werden.

Essen.. Seit über einem Jahr wird im Essener Hauptbahnhof die Wache der Bundespolizei umgebaut. Dadurch gibt es erhebliche Parkprobleme neben dem Südeingang des Gebäudes. Jetzt ist endlich eine Entspannung der Situation in Sicht: „Anfang Juni soll die für Baugeräte, Material und Container abgesperrte Fläche wieder für den Verkehr freigegeben werden“, sagte Bundespolizei-Sprecher Volker Stall der WAZ.

Mit der Teilflächensperrung ist eine extrem vertrackte Situation vor Ort entstanden. Auf der Baufläche haben eigentlich Taxifahrer Stellplätze. Die warten jetzt auf der Mittelspur. Dort fallen so 15 Parkplätze weg. „Park and Ride“-Fahrer, die hier sonst Pendler absetzen oder abholen und zurück durch die zweite Außenspur fahren, können jetzt nur Letztere nutzen. Auf der engen Spur kommt es, durch den Trend zu übergroßen Autos sowie die bescheidenen Rückwärtsfahrkünste einiger Zeitgenossen, immer wieder zu chaotischen Zuständen.

Wenn die Lokführer gerade mal nicht streiken, ist das vor allem morgens und am späten Nachmittag der Fall. Dann wird auf eine freiwerdende Parklücke spekuliert, quer geparkt und im entstehenden Mini-Chaos hektisch gehupt, geschimpft und beleidigt. Viele Bürger befahren zu diesen Stoßzeiten das Gelände gar nicht mehr, sondern halten direkt neben dem fließenden Verkehr an der Bushaltestelle der Freiheit an.

Bauarbeiten verzögerten sich

Ursprünglich sollte der Park-Notstand schon seit einem halben Jahr beseitigt sein. Aber wie so häufig verzögerten sich die Arbeiten, weil Subunternehmer nicht die Pläne und Vorgaben einhielten. Der im vergangenen Winter von Polizei und Deutscher Bahn korrigierte Zeitplan kann jetzt, mit etwas Verzögerung, realisiert werden. Vielleicht schon Ende des Monats, spätestens aber Anfang Juni haben die Subunternehmer der Bahn ihre Arbeiten im Gebäude abgeschlossen.

[kein Linktext vorhanden] Die Büroräume auf zwei Etagen wurden entkernt, die 530 Quadratmeter große Wache der Bundespolizei komplett renoviert. Die knapp 90 Polizeibeamten erhalten neue Sanitär- und Sozialräume. Auch die Arrestzellen sind wohnlicher gestaltet. Derzeit werden noch letzte Sanitär- und Elektro-Installationen in den Räumlichkeiten erledigt. Anschließend erfolgt die Übergabe an die Bundespolizei. Die gesperrte Bauspur wird wieder geöffnet.

Die Wache ist mit dem Abzug der Arbeiter indes noch nicht fertig: Die Experten der Polizei werkeln anschließend und werden die aufwendige Sicherheits-Technik und -Infrastruktur in den Räumlichkeiten verlegen. „Wir gehen davon aus, dass das zwei bis drei Monate dauert. Ende des Sommers, so die Planung, sollen die Kollegen in die Wache einziehen“, sagt Bundespolizei-Sprecher Volker Stall.