Parallelgesellschaft
03.08.2010 | 17:47 Uhr 2010-08-03T17:47:00+0200Seit 2004 bemerkt die Polizei in der Nord-City entlang der Friedrich-Ebert-Straße die Entwicklung einer Parallelgesellschaft von Migranten libanesischer Herkunft. Seit 2007 Jahren setzt sie mit massiven Mitteln diese Szene unter Druck. Seit 2009 gibt es ein gemeinsames Handlungskonzept „Chancen bieten, Grenzen setzen!“ von Stadt und Polizei, das vor allem die Bildungsperspektiven der jungen Libanesen verbessern soll.
„Wir müssen klarmachen, welche Gesetze hier gelten“, beschrieb Friedrich Koch, Leiter der Polizeiinspektion Mitte, Ende 2009 im WAZ-Gespräch die ausgegebene Null-Toleranz-Strategie. Drei libanesische Clans wickeln nach Polizeieinschätzung in der nördlichen Innenstadt ihre Geschäfte ab und lenken ihre Familien nach den Gesetzen der Scharia. Insbesondere die Jugendlichen hätten deshalb die Regeln des Rechtsstaates im Quartier außer Kraft gesehen, sagt Koch: „Die haben uns provoziert ohne Ende.“
Inzwischen hat die Polizei die Lage nach eigener Einschätzung „wieder im Griff“.
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