Gespräch
Overbeck will auch Bischof der Schwulen sein
03.09.2010 | 17:08 Uhr 2010-09-03T17:08:00+0200
Essen.Nach seinem Treffen mit Schwulen und Lesben aus Essen hat Franz-Josef Overbeck erklärt, dass er ein „Bischof für alle sein“ will. Seine umstrittenen Äußerungen über Homosexualität bei „Anne Will“ hatten für Zwist gesorgt.
Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat mit dem Forum Essener Lesben und Schwule (FELS) seine umstrittenen Äußerungen über Homosexualität in der ARD-Talkshow „Anne Will“ besprochen - und die Reaktionen darauf, über die er „tief betroffen“ gewesen sei. Er habe homosexuelle Menschen nicht diskriminieren wollen: Er wolle „Bischof für alle sein.“
Overbecks Äußerungen, Homosexualität sei wider die Natur, hatten bundesweit heftige Reaktionen ausgelöst. Nachdem die Vertreter der Lesben und Schwule mit ihrer Forderung nach einem klärenden Gespräch zunächst vertröstet worden waren, hatten sie dem Bischof nach Luthers Vorbild zehn Thesen an die Domtür gehämmert. Auch beim Christopher Street Day waren die Äußerungen des Bischofs heftig kritisiert worden; FELS-Sprecher Horst Schmitz hatte sogar eine öffentliche Entschuldigung Overbecks gefordert.
Kirchliche Lehrmeinung wiedergegeben
Im Gespräch mit den FELS-Vertretern und Vertretern von Gesundheitsamt, Wohlfahrtsverbänden und Aidshilfe NRW betonte Overbeck, er habe mit seinen Äußerungen die kirchliche Lehrmeinung wiedergegeben, die das Partnerschaftsideal im auf Kinder ausgerichteten Zusammenleben zwischen Mann und Frau sehe.
Diese Sexualmoral, so Overbeck, werde in weiten Teilen der Gesellschaft bestritten und könne sich verändern, weil die Kirche sich inzwischen als lernende Kirche verstehe. Ausdrücklich würdigte Overbeck die Aidsberatung des Caritasverbandes. Keineswegs wolle die Kirche sich daran beteiligen, die „Opfergeschichte“ der Homosexuellen weiter zu schreiben.
FELS-Sprecher Schmitz sprach nach dem Treffen von einer „fast beängstigenden Harmonie“. Beide Seiten berichteten von gegenseitigem Respekt. Das Treffen und die Aussagen Overbecks würden weite Beachtung finden, erwarten Beobachter.

23:01
…hatten sie dem Bischof nach … zehn Thesen an die Domtür gehämmert.
Scheinbar gibt es nur einseitige Rechte
13:30
Mich würde mal interessieren, wie viele von diesen Schwulen, die da Texte an die Kirchentür hängen wirklich aktive Christen sind und wie viele sich einfach nur wichtig machen, weil das Schwulsein ihre einzige oder wichtigste Identitätsstiftung ist.
Wenn man sagt, dass es die Kirche nichts angeht, was andere Leute in ihren Schlafzimmern machen, sollte es nichtkatholische Homophile auch nichts angehen, was die Katholische Kirche dazu sagt, was sie in ihren Schlafzimmern treiben.
Und wenn uns der tolle Zeitgeist demnächst vorschreibt, dass wir uns alle das linke Bein absägen sollen, dann machen wir das auch brav und hetzen über die Leute, die das widernatürlich nennen und finden es inhuman und realitätsfern ;-)
Toleranz und Nächstenliebe sind wichtig, und es kommt immer auf das WIE an bei einer Diskussion. Die Tatsache, dass die Kirche (zu Recht) Homophilie als nicht gottgewollte Form der Kopulation beschreibt, heißt ja nicht, dass sie den Menschen nicht achtet, der so ist. Das das zweifellos manche so verstehen und das ausleben ist leider das Problem. Es ist leider so, dass wir uns einfach immer gegenseitig vergleichen müssen und besser sein wollen und immer gerne auf den anderen herunter sehen wollen. Das hat nichts mit Christsein zu tun und auch nichts mit der generellen Lehre sondern ist ein rein MENSCHLICHES Phänomen des Pharisäertums, das Jesus selbst verabscheut hat.
Das kann aber im Umkehrschluss nicht zwangsläufig heißen, dass man als Institution Kirche alles toll findet und am Besten noch die Bibel umschreibt, damit sie in den heutigen Zeiten politisch korrekt ist.
Die Bibel hat in ihren Inhalten seit 2000 Jahren Bestand, hat immer angeeckt, ermahnt und Menschen im schönsten Doppelsinne zur Besinnung gebracht und das muss auch so bleiben, modisches CSD-Coolseingehabe und sich damit wichtiggemache, weil man ja eine sooo arme unterdrückte Minderheit ist hin oder her.
22:50
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22:48
Interessant!
Das ist das indirekte Eingeständnis,dass es mit der Demokratie bei uns nicht weit her ist.
18:09
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13:11
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12:27
Herr Dr. Overbeck vertritt als Bischof die offizielle Linie seiner Kirche. Und die hat in ihrem Katechismus festgelegt, dass homosexuelles Verhalten eine schlimme Abirrung ist, homosexuelle Handlungen in sich nicht in Ordnung sind, gegen das natürliche Gesetz verstoßen und in keinem Fall zu billigen sind.
„Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen. Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.“
Ich halte diese Vorschriften für realitätsfern und inhuman. Sie bringen viele Katholiken und Katholikinnen in Gewissenskonflikte und beschädigen deren Leben. Es ist unverantwortlich, Menschen ohne guten Grund das Leben schwerer zu machen, als es ohnehin schon ist.
12:10
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09:25
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08:40
Mich haben die Aussagen des Herrn Overbeck in der bewußten Talksendung in ihrer Heftigkkeit schon irritiert. Der Herr scheint aber, im Gegensatz zu einigen Mitkommentatoren, lernfähig zu sein.
19 Moribundis
Sie nennen Andere Hassprediger.
Nach diesen Kriterien sollten Sie mal ihren eigenen Kommentar beurteilen.