Das aktuelle Wetter Essen 10°C
Kino

Otto Waalkes in Essen über "Ice Age" - „so ein Faultier entspricht meinem Wesen“

14.07.2012 | 16:00 Uhr
Otto Waalkes in Essen über "Ice Age" - „so ein Faultier entspricht meinem Wesen“
Umringt von Autogrammjägern: Otto Waalkes beim Besuch in der Lichtburg. Foto: Jan Dinter

Essen.   Komiker Otto Waalkes spricht in der Lichtburg über seine Stimme in „Ice Age“ und darüber, was ihn mit dem Faultier Sid verbindet: "Ich mag seine positive Lebenseinstellung." Als der Komiker die Rolle vor Jahren angeboten bekam, hätten sie in den USA über ihn nur eins gewusst: "Otto mal Elefanten".

Otto Waalkes trinkt Tee mit Honig. Nicht nur, weil Ostfriesen sowas gerne tun. Der Komiker muss seine Stimme schonen, denn die ist gefragt. Als Synchronsprecher des Faultieres Sid in „Ice Age 4“ . Und als Interviewpartner. Den Film haben am Startwochenende bereits 1,1 Millionen Besucher gesehen. Und auch beim Otto -Besuch in der Lichtburg warteten gestern Trauben von jugendlichen Fans.

Was macht Eiszeit-Tiere so gefragt?

Otto: Es sind wahrscheinlich die Charaktere. Die Technik wird natürlich auch immer besser. Aber wichtig ist, dass die Figuren sich treu geblieben sind. Dass da eine Identifikationsmöglichkeit besteht. Und der Film ist auch noch pädagogisch wertvoll. Es geht schließlich um den Kontinentaldrift, der bis heute Einfluss auf unser Klima hat.

Was tut Otto fürs Klima?

Otto: Ich laufe gern, fahre Fahrrad und Rollschuh, das ist mein Beitrag zum Umweltschutz. Und ich esse Haferflocken. Und ernähre mich manchmal vegetarisch, manchmal auch nicht. Kommt drauf an, was da ist.

Was verbindet Sie mit Sid?

Otto: Ich mag seine positive Lebenseinstellung. Als man mir vor zehn Jahren die Rolle anbot, da kannten die mich in Amerika ja noch gar nicht. Die wussten nur: Otto malt Elefanten. Und so war’s dann auch geplant: Otto, the Elephant. Da hab ich gesagt: Nein, ich mach lieber das Faultier. Das entspricht meinem Wesen. Dem hauch’ ich Leben ein.

Wie funktioniert Ihre Arbeit als Synchronsprecher?

Otto: Das Schwierige ist ja: Die amerikanischen Darsteller, die lesen aus dem Drehbuch vor, daraufhin wird animiert. Während wir deutschen Sprecher schon das fertige Produkt vor uns haben und dann unsere Stimmen einsetzen müssen. Aber ich kann immer noch viel Otto-Spezifisches einfließen lassen. Holleheridi, das geht alles. Ich hab bei den Amerikanern einen Freibrief.

In „Ice Age“ geht es um den Zusammenhalt der Familie. Bei Ihnen sieht’s gerade nicht so gut aus.

Otto: Ich hab auch unlängst gelesen, dass ich getrennt bin. Ich bin also wieder ein begehrter Junggeselle, fällt mir da gerade auf.

Wie harmonisch war denn Ihre eigene Kindheit in Ostfriesland?

Otto: Das war eine absolut heile Welt. Die Eltern haben sich ewig geliebt. Mein Vater war Maler, meine Mutter Hausfrau. Und wenn die Nachbarn gestritten haben, wurde Musik gemacht, damit wir Kinder nichts hörten. Krisensituationen wurden von mir fern gehalten, deshalb bin ich auch etwas konfliktscheu.

Und stattdessen ein Bühnentier.

Otto: Ich hab’ ja immer schon mit der Gitarre Musik gemacht, aber das passte Zuhause gar nicht. Als ich meiner Mutter vom ersten Geld ein Haus gekauft habe, da hat sie schließlich gesagt: Mach so weiter, mein Junge!

Martina Schürmann



Kommentare
16.07.2012
13:20
Otto Waalkes in Essen über
von oldgreywolve | #2

Man mag ihn oder man mag ihn nicht. Aber eines kann man ihm nicht absprechen: Er bringt immer noch sehr viele Menschen zum Lachen!! Und das ist doch das Wichtigste - ein Tag ohne ein Laecheln ( Lachen ) ist ein verlorener Tag. In diesem Sinne wuensche ich ihm noch viele gesunde Jahre, auf das noch viele Menschen lachen koennen.

P.S. Und er hat ja immer mehr jugendliche Fans. Weiter so, Herr Waalkes!!!!!

14.07.2012
19:03
„So ein Faultier entspricht meinem Wesen“
von degi1909 | #1

OTTO...find´ ich gut!!!
Echt genial der Mann.
Ich hoffe er macht noch lange so weiter.

Aus dem Ressort
Zeche Zollverein rüstet sich für Eislauf-Saison
Zollverein
Der Reiseführer Marco Polo spricht vom „wohl faszinierendsten Ort zum Schlittschuhlaufen bundesweit“ und meint die Eisbahn auf Zollverein, die diesen Winter einen Monat lang öffnet: Vom 6. Dezember 2014 bis zum 4. Januar 2015 bietet sie neben der Eisbahn auch eine 180 Quadratmeter große Fläche zum...
Poesie in Gebärdensprache - erster Poetry Slam für Gehörlose
Poetry Slam
In Essen findet erstmals ein Poetry Slam in Gebärdensprache statt. Der Dichter- und Autorenwettbewerb im evangelischen Jugendzentrum „Emo“ in Rüttenscheid richtet sich ausdrücklich an nicht-hörendes und hörendes Publikum. Die Kandidaten können sich mit einem Video bewerben.
Stadt Essen will Ehrenamtlichen mit Freiwilligenkarte danken
Ehrenamt
In diesem Jahr sollen die ersten Essener eine Freiwilligenkarte erhalten. Die Stadt will ihre Anerkennung ausdrücken, Vergünstigungen gibt es derzeit nicht. Die Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, wünschen sich bei ihren Einsätzen ermäßigten Eintritt ins Museum oder freie Fahrt mit dem Bus.
Essener Forscher erhalten Preis für Hunde-Pipi-Ergebnisse
Magnetsinn
Sabine Begall, Professor Hynek Burda und Pascal Malkemper von der Universität Duisburg-Essen ergatterten den Ig-Nobelpreis der Harvard-Universität mit einem Forschungsergebnis der ganz besonderen Art: Hunde richten sich instinktiv beim Pinkeln nach Norden oder Süden aus.
Innenministerium lenkt beim geplanten Groß-Asyl in Essen ein
Flüchtlinge
In einem Gespräch im NRW-Innenministerium haben die Stadt Essen und das Land einen Zwist über das geplante Groß-Asyl auf dem früheren Kutel-Gelände im Stadtteil Fischlaken beigelegt. Die Trägerschaft liegt beim Land. Damit ist nun der Weg für die Einrichtung mit bis zu 800 Plätzen frei.
Umfrage
Die Stadt Essen will Ehrenamtliche mit einer sogenannten Freiwilligenkarte würdigen. Dass die Ehrenamtlichen mit dem Ausweis auch Vergünstigungen - beispielsweise für kulturelle Einrichtungen - erhalten, ist derzeit nicht möglich. Was halten Sie davon?

Die Stadt Essen will Ehrenamtliche mit einer sogenannten Freiwilligenkarte würdigen. Dass die Ehrenamtlichen mit dem Ausweis auch Vergünstigungen - beispielsweise für kulturelle Einrichtungen - erhalten, ist derzeit nicht möglich. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos