Schüler interviewen Kunden in Kray

Schüler eines Informatik-Kurses am Gymnasiums Wolfskuhle präsentieren Fragebögen für eine geplante Umfrage in Kray.
Schüler eines Informatik-Kurses am Gymnasiums Wolfskuhle präsentieren Fragebögen für eine geplante Umfrage in Kray.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Grundkurs für Informatik am Gymnasium Wolfskuhle fragt die Bürger im Stadtteil nach ihren Wünschen und Befindlichkeiten in Sachen Handel und Gastromie. IHK sitzt mit im Boot

Essen-Kray..  Kray soll schöner werden – dieses Ziel haben sich Initiativkreis „Aktion Kray“, IHK und Krayer Bürgerschaft schon länger gesetzt. Anfang des Jahres – wir berichteten – trafen sich Delegierte aus Vereinen und IHK, um Pläne zu schmieden, wie der Verfall des Stadtteils zu bremsen und der Ortskern zu beleben sei. Um zu erfahren, wo der Schuh drückt, wurden zwei Befragungen initiiert. Die Interviews mit den Geschäftsleuten vor Ort sind bereits beendet. Nun nehmen Schüler des Gymnasiums Wolfskuhle vom 22. bis 24. Juni die Kunden ins Visier.

Was hält der Kunde vom Warenangebot in Kray? Wie ist es seiner Meinung nach um die Verkehrssicherheit im Stadtteil bestellt? Und welchen Eindruck macht der Kiez in punkto Sauberkeit? Diese, aber auch noch eine Reihe weiterer wichtiger Fragen wollen die Schüler der Wolfskuhle durch ihre Aktion beantworten. Geleitet wird das Projekt von Tamara Malzahn. Sie ist Lehrerin und betreut am Gymnasium den Informatik-Grundkurs. Was praktisch ist, denn so können die Schüler ihre gewonnenen Ergebnisse gleich in Form von Tabellen und Diagrammen darstellen, die dann zur weiteren Be- und Auswertung an die IHK weitergegeben werden.

Tamara Malzahn schickt insgesamt 15 ihrer Schützlinge in fünf Gruppen auf die Straße: „Wir haben feste Standorte vereinbart, an denen wir die Menschen in der Zeit von 9 bis 13 Uhr befragen wollen.“ Im einzelnen sind dies die Joachimstraße, der Parkplatz am Pennymarkt an der Wattenscheider Straße, die Hubertstraße und der Krayer Markt. Die Schüler sind von Montag bis Mittwoch unterwegs. „Das ist sinnvoll, da am Mittwoch, am Markttag, besonders viele Kunden anzutreffen sind“, erklärt Andreas Dickmann, Chef des Initiativkreises, die Auswahl.

Im Vorfeld der Befragung stattete Guido Zakrzewski, stellv. Geschäftsführer der IHK, den Schülern einen Besuch ab: „Wir haben eine solche Umfrage vor Jahren schon einmal in Kupferdreh und auch in Oberhausen durchgeführt. Von daher haben wir also schon einige Erfahrungen sammeln können.“ Und so gab Guido Zakrzewski den Interviewern einige wertvolle Tipps mit auf den Weg. Zum Beispiel, dass es wenig Sinn macht, hinter den Befragten hinterherzulaufen, wenn diese partout keine Zeit haben oder sich einfach den Fragen nicht stellen wollen. Denn: „Nur ein komplett ausgefüllter Fragebogen ist auch statistisch relevant“, betont Guido Zakrzewski. „Wir bauen daher auf die Mitarbeit der Bürger. Zumal dies alles im Interesse der Kunden geschieht. Wir wollen ja den Stadtteil attraktiver machen.“ Persönliche Fragen, beispielsweise nach dem Namen, werden natürlich nicht gestellt.

250 Fragebögen haben die Schüler im Gepäck, die nach den Sommerferien von der IHK ausgewertet werden. Gleiches gilt für die rund 100 Fragebögen, die Andreas Dickmann der IHK übergeben hat: „Wir haben die Geschäftsleute natürlich selbst befragt, da wir den besten Kontakt zu ihnen haben.“

Die Bürgerschaft Kray besorgt allen Schülern, die kein Schokoticket besitzen, Fahrscheine. Außerdem haben alle einen Ausweis mit dem Logo der IHK, der Bürgerschaft und des Initiativkreises dabei. Dickmanns Stellvertreterin Susanne Scholz-Weigl: „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit der Schule so unkompliziert ist. Das muss man auch mal loben.“