RWE-Kicker zum Anfassen

111 Freunde: Tim Hermes (r.) und Kevin Freiberger besuchten die Hinsbeckschule in Kupferdreh
111 Freunde: Tim Hermes (r.) und Kevin Freiberger besuchten die Hinsbeckschule in Kupferdreh
Foto: Tani Capitain
Was wir bereits wissen
Doppelbesuch in Kupferdreh: Der „Rot-Weisse Ganztag“ sorgt nun auch bei den Kids der Josef- und der Hinsbeckschule für wahre Begeisterung.

Essen-Kupferdreh..  Kinder brauchen Vorbilder – und Sportler brauchen Menschen, die sie immer wieder erden. So touren die Fußballer von Rot-Weiss Essen seit einigen Tagen durch den Offenen Ganztag der Jugendhilfe Essen, um auf diese Art insgesamt 57 Grundschulen der Stadt zu besuchen. Nach der Premiere in Bergeborbeck gab’s nun einen Doppelschlag in Kupferdreh: Während die RWE-Kicker Marcel Platzek und Marco Beier in der Josefschule einkehrten, zog es Tim Hermes und Kevin Freiberger gegenüber in die Hinsbeckschule.

Die Namensschilder und Platzsets waren von den Schulkindern stilecht in den Farben Rot und Weiß arrangiert worden, und beim gemeinsamen Mittagessen gab’s natürlich den Klassiker, den Schüler und Spieler schätzen: Spaghetti.

„Wir waren in der letzten Saison bereits als Einlaufkids im Stadion.“ Manche der Hinsbeckschüler waren schon schwer aufgeregt. Und dass sich RWE nicht lumpen ließ, lag ebenso auf der Hand: Am 2. Mai können die Hinsbeckschüler nun zusammen mit denen von der Josefschule das nächste Heimspiel der Rot-Weissen gegen den FC Hennef an der Hafenstraße verfolgen – mitsamt Begleitung. Und neben den Freikarten gab’s auch Autogrammkarten, Mannschaftsposter und einen von der Jugendhilfe gestifteten Lederfußball. 1:0.

Der „Rot-Weisse Gantztag“ hat für Jochen Drewitz, Geschäftsführer der Essener Jugendhilfe, aber nicht nur Eventcharakter: „Natürlich ist dieser Empfang ein großes Ereignis für die Kids. Dazu aber wollen wir sie natürlich auch für Themen wie Bewegung und gesunde Ernährung sensibilisieren.“ Da kämen Leistungssportler natürlich genau richtig. Zudem habe die Aktion einen weiteren durchaus gewünschten Nebeneffekt: „Auch wenn RWE derzeit kein Bundesligaverein ist, sind die Spieler doch schon so etwas wie Idole für die Kinder. Wenn sie nun zusammen Zeit verbringen, dann merken sie: Das sind auch nur Menschen wie du und ich.“

Dr. Michael Welling, Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiss Essen, sieht im Umkehrschluss auch positive Einflüsse auf die Akteure seines Regionalligateams: „Viele unserer Spieler kommen gar nicht aus Essen. So lernen sie die Stadt kennen und merken zudem, dass es in jedem Stadtteil, in jeder Altersklasse RWE-Fans gibt und wie tief der Verein in der Stadt verwurzelt ist.“

Eine spannende Frage in der Interviewrunde mit Marcel Platzek: „Für welchen Verein würdest du am liebsten spielen, wenn nicht für RWE?“ Der Stürmer gesteht: „Einmal für Borussia Dortmund vor 80 000 Zuschauern aufzulaufen, war schon immer ein Traum.“ Und spätestens als Winter-Neuzugang Kevin Freiberger von seinen Anfängen als Straßenfußballer erzählte, wussten einige der begeisterten Kids: Hey, da geht noch richtig was.