Rodenseelbrücke: Sanierungspläne sorgen für Unmut

Der Asphalt der Eisenbahnbrücke an der Rodenseelstraße ist schadhaft, und soll erneuert werden. Die Frage: Wann ist der beste Zeitpunkt?Foto:Knut Vahlensieck
Der Asphalt der Eisenbahnbrücke an der Rodenseelstraße ist schadhaft, und soll erneuert werden. Die Frage: Wann ist der beste Zeitpunkt?Foto:Knut Vahlensieck
Was wir bereits wissen
Der Zeitpunkt, den die Stadt favorisiert, ist für die Mitglieder der Bezirksvertretung VII mehr als unglücklich. CDU spricht von „stümperhaft“.

Essen-Kray..  Die Ankündigung der Stadt, im Sommer die Rodenseelbrücke instand setzen zu wollen, hat in der Bezirksvertretung Kray/Steele für Unmut gesorgt. Dort wird wie bereits berichtet befürchtet, dass weitere Baustellen das Autofahren in Kray zum Nervenkrieg werden lassen. Bei der BV-Sitzung nun sprach der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Feige von „stümperhafter Arbeit”, die die Nachbesserung nun notwendig mache.

Baustellen in Kray sind die Autofahrer und Anlieger mittlerweile gewöhnt. An der Wattenscheider Straße werkeln die Stadtwerke seit Ende des Jahres an den Kanälen, die Krayer Straße wartet auf Sanierungsarbeiten hinter der Brückenplatte – denn auch dort ist der Asphalt hinüber. Erst 2012 und 2013 war die Rodenseelstraße wegen der dortigen Langzeitbaustelle fast die gesamte Zeit über nicht befahrbar – das wäre aus Sicht der Stadtteilparlamentarier der ideale Zeitpunkt gewesen, um auch die Schäden an der dortigen Bahnbrücke anzugehen.

Diese wurde eigentlich bereits 2008 instand gesetzt. Damals schon waren jedoch Beschädigungen in der Asphaltschicht aufgefallen, weshalb die mit der Arbeit beauftragte Baufirma nur eine Hälfte der Brücke mit einer neuen Asphaltschicht versehen hatte. Die Oberfläche wurde nur provisorisch geschlossen. Die Firma kündigte bereits damals umfangreiche Nachträge an – diese sind jedoch bislang ausgeblieben.

„Seitdem ist der Schaden schon bekannt”, erbost sich Bezirksbürgermeister Gerd Hampel. „Und ausgerechnet jetzt kommen sie damit an.” Die Befürchtung: Die Baustelle an der Rodenseelstraße könnte mit den Bauarbeiten an der Krayer Straße kollidieren, falls diese zu einem ähnlichen Zeitpunkt beginnen – und mit denen an der Wattenscheider, falls diese bis dahin nicht beendet sind. Eigentlich ist dort ein Ende im Frühsommer vorgesehen – doch Verspätungen besitzen bei Baustellen nun wahrlich keinen Seltenheitsfaktor.

Immerhin: Eine Vollsperrung der Rodenseelstraße ist dieses Mal nicht vorgesehen: Während der zehnwöchigen Bauzeit, in der die bestehende Oberfläche abgetragen und durch eine neue Asphaltdecke samt Isolierung ersetzt werden soll, soll jeweils eine Spur befahrbar bleiben. Um dies zu gewährleisten, wird der Asphalt an den Stirnseiten der Brücke nur an der Oberfläche erneuert: Für eine tiefere Baugrube hätte man die Straße komplett sperren müssen, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

In der Märzsitzung möchten die Bezirksvertreter von der Verwaltung Details zu den Plänen der Baustellen in Kray erfahren. „Wir wollen wissen, welche Neuigkeiten es bezüglich der Krayer Straße gibt und wann mit einem Ende der Arbeiten an der Wattenscheider zu rechnen ist”, fordert SPD-Bezirksvertreter Norbert Fischeder. Eine aufschiebende Wirkung auf die Maßnahmen dürfte das aber nicht haben. Denn nicht Bezirksvertretung, sondern der Bau- und Verkehrsausschuss entscheidet über die Maßnahme – und dieser tagt bereits am 26. Februar.